Das Konzept der Media-Center-PCs ist großartig: Mit ihnen kann man Videos, Musik und Fotos, die man auf der Festplatte gespeichert hat, komfortabel im Wohnzimmer genießen. Da aber die wenigsten einen lauten, unattraktiven PC zum Mittelpunkt ihres Heims machen wollen, gibt es Media-Center-Extender (MCE). Diese Geräte fungieren quasi als Brücke zwischen PC auf der einen Seite sowie Fernsehgerät und Hi-Fi-Anlage auf der anderen. Der PC kann nun unsichtbar bleiben, während der weit unaufdringlichere Extender alle Multimedia-Dateien in die gute Stube überträgt.

Einer der ersten Extender auf dem Markt ist der für 290 Euro von Linksys angebotene DMA2200. Er verspricht all das, was gewöhnliche Media-Streaming-Geräte bisher nicht zu leisten im Stande sind.

Design

Rein äußerlich hat der DMA2200 viel mit einem gewöhnlichen DVD-Player gemeinsam. Das ist zwar noch kein Grund zum Jubeln, heißt aber, dass das Gerät im Wohnzimmer nicht wie ein Fremdkörper wirkt. Die einzigen Hinweise auf die Raffinesse des DMA2200 sind die drei Antennen an der Rückseite.

An der Frontseite des DMA2200 befindet sich die Schublade des DVD-Laufwerks. Ein schmales Display liefert Statusinformationen oder Animationen im Standby-Modus. Mit dem Laufwerk kann man die Auflösung von DVD-Filmen auf bis zu 1080p erhöhen. Das ist genau die Einstellung, in die auch bei der Darstellung von Blu-ray- und HD-DVD-Filmen zum Einsatz kommt.

Die Rückseite des DMA2200 zieren etliche Ein- und Ausgänge. Zu den wichtigsten zählen ein HDCP-fähiger HDMI-Anschluss, Composite- und Komponenten-Video- sowie Scart- und S-Video-Ausgänge. Wer an seinem Fernsehgerät keinen dieser Anschlüsse mehr frei hat, wurde vermutlich beim Kauf über den Tisch gezogen.

Zu den weiteren Anschlüssen gehören ein digitaler koaxialer S/P-DIF-Port für Dolby-Surround-Funktionen und ein USB-Port. Leider dient Letzterer nur zu Wartungszwecken. Auf Dateien, die auf einem USB-Stick gespeichert sind, kann man damit nicht zugreifen.

Funktionsumfang

Der DMA2200 hat viele Gemeinsamkeiten mit der Xbox 360. Beide dienen als Media-Center-Extender, beide spiele DVDs ab und beide gibt es für circa 300 Euro. Im Gegensatz zur Xbox 360 ist der DMA2200 jedoch sehr leise im Betrieb und kann per Funknetz betrieben werden. Wem der Preis nicht zusagt, sollte sich einmal den DMA2100 anschauen, bei dem der Hersteller auf die DVD-Wiedergabe verzichtet hat.

Das stärkste Verkaufsargument für den Media Center Extender DMA2200 ist seine Benutzerfreundlichkeit. Die Installation ist kinderleicht. Man schließt das Gerät einfach per Kabel oder WLAN an den Router an, dann per Scart oder HDMI an das Fernsehgerät und installiert schließlich die Software auf dem PC.

Schwierigkeiten ergeben sich im Test lediglich, als die McAfee-Firewall-Software den Extender davon abhält, mit dem PC zu kommunizieren. Das Problem lässt sich jedoch schnell aus der Welt schaffen. Obwohl Windows Vista sich querstellt und nicht verraten will, worin nun eigentlich das Problem besteht.

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