„Alles, was du kannst, kann ich viel besser!“ – Dieser Satz charakterisiert die Beziehung zwischen Samsung und LG Electronics ziemlich treffend, besonders, wenn es um Mobiltelefone geht. So auch in diesem Fall: Vergangenes Jahr tat sich LG mit Prada zusammen, heraus kam das LG Prada KE850. Dieses Jahr betritt Samsung mit seinem Armani-Handy den Laufsteg.

Design

Sobald Modehäuser Handyherstellern kooperieren, sind Bedenken angesagt. Denn das Ergebnis kann ziemlich befremdlich ausfallen. Nach dem Öffnen der schicken Verpackung des Samsung Armani macht sich jedoch Erleichterung breit: Das Armani-Handy ist klein, attraktiv und – der wichtigste Punkt – keineswegs kitschig.

Das Handy fühlt sich solide an und sieht definitiv auch so aus. Auf der Vorderseite befindet sich ein relativ großer Touchscreen. Unterhalb des Bildschirms liegen zwei Tasten zum Annehmen und Beenden von Gesprächen. Das Gehäuse aus Metall verstärkt den robusten Eindruck. Und auch das Gewicht des Handys ist genau richtig: nicht zu leicht und nicht zu schwer.

Die Verwendung des Touchscreens gestaltet sich relativ angenehm. Das Navigieren macht keine Probleme. Darüber hinaus erhält der Nutzer per Vibration ein Feedback darüber, ob er die gewünschte Taste auf dem Bildschirm auch wirklich getroffen hat. Dieses Feature scheint hier besser zu funktionieren als bei anderen Handys mit ähnlicher Funktion.

Das Scrollen auf dem Armani-Display ist allerdings äußerst mühsam. Wer durch seine Kontakte oder eine Webseite navigieren will, möchte dies ohne Verzögerungen tun. Leider ist das hier jedoch nicht der Fall. Erwartet man einen Touchscreen, der auf Berührung so gut reagiert wie der des Iphone, erlebt man eine herbe Enttäuschung. Die Zusammenarbeit von Hard- und Software klappt einfach nicht. Es ist fraglich, ob Samsung die Materie Touchscreen-Handys tatsächlich schon voll im Griff hat.

Funktionsumfang

Nach dem Einschalten präsentiert sich die Benutzeroberfläche „Croix“, mit der auch das Samsung F700 aufwartet. Dabei handelt es sich um ein ansprechendes Interface, dem es allerdings an Tiefe mangelt. Viele Möglichkeiten, die andere Samsung-Handys bieten, etwa die Installation von Java-Applets wie Google Maps oder Opera Mini, sind hier nicht vorhanden.

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