Auf den ersten Blick sieht der Chumby aus wie ein Softball. Er misst knapp 13 mal 10 mal 7 Zentimeter und kommt in einem weichen Gehäuse. Mit diesen Abmessungen würde man ihn am liebsten greifen und durchs Haus tragen – doch leider funktioniert er nicht ohne Steckernetzteil. Diverse Bastler haben es aber inzwischen geschafft, einen kleinen Akku zu integrieren.

Ein 3,5 Zoll großes, berührungsempfindliches Display dominiert die Front. Außerdem gibt es eine Öse aus Metall, an der man Schmuck für sein neues Gadget befestigen kann. Drei kleine Löcher unterhalb der Anzeige decken das integrierte Mikrofon ab. Wie bei den meisten Computern spielt auch beim Chumby die Musik auf der Rückseite – hier gibt es eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse für den Anschluss von Kopfhörern, den Einschaltknopf, zwei USB-Ports sowie den Anschluss für das Netzteil. Auf der Oberseite aus Leder findet sich ein weiterer Taster.

Ausstattung

Die größte Verkaufshürde des Chumby dürfte der unklare Einsatzzweck sein – das Ding kann einfach zu viel, und die Notwendigkeit ist nur schwer greifbar. So dient er etwa als RSS-Reader, als Internet-Radio, Wecker oder Ipod-Dock, als digitaler Bilderrahmen, Fernseher und Fernbedienung in einem. Alles nacheinander, gleichzeitig oder nur auszugsweise, und es gibt quasi unbegrenzt viele weitere Anwendungen. Zu den essentiellen Funktionen gehören auf jeden Fall die Musikwiedergabe, die Anzeige der Uhrzeit sowie die Darstellung von Widgets.

Der Einsatz als Radiowecker scheint selbstverständlich zu sein – dazu passen die Abmessungen des Gehäuses ebenso wie der Taster auf der Oberseite. Im Nachtmodus dimmt der Chumby die Helligkeit der Displaybeleuchtung und stellt die Uhrzeit in übergroßen Ziffern dar. Zum Wecken bietet der Web-2.0-Ball simples, nerviges Piepsen an, frei einstellbare Snooze-Timer für Langschläfer und den Zugriff auf beliebige Audioquellen – inklusive Webradio. Dann allerdings müssen die Internet-Verbindung sowie das WLAN stabil sein. Denn bricht die Verbindung ab, ist das pünktliche Erscheinen am Arbeitsplatz in Gefahr.

Wer den Chumby als Musikstation einsetzen möchte, hat die Wahl zwischen verschiedenen Webradio-Diensten – darunter Shoutcast und Radiofree Chumby. Auch das direkte Eintippen von Webradio-Adressen oder Freigaben im Netzwerk funktioniert. Alternativ kann man einen USB-Stick mit Musik im MP3- oder OGG-, WAV-, FLAC- und M4A-Format in eine der beiden USB-Buchsen auf der Rückseite stecken. Ipods lassen sich ebenfalls anschließen und spielen ihre Musik dann über die Chumby-Lautsprecher ab.

Zu den unbestrittenen Highlights gehört die Unterstützung von Widgets aus dem Internet. Damit unterstützt der Chumby quasi alles, was im Internet unterwegs ist – von RSS-Lesern über Nachrichten- oder E-Mail-Tools bis hin zu über das Display fliegenden Schweinen als Bildschirmschoner.

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