Die lang erwartete Olympus E-3 ist das Flaggschiffmodell der E-Serie mit digitalen Spiegelreflexkameras. Die E-3 bringt in ihrem staub- und spritzwassergeschützten Gehäuse eine Live-View-Funktion sowie eine Reihe weiterer interessanter Features mit. Mit ihren etwas dürftigen 10 Megapixeln sowie dem nur durchschnittlich großen Display stellt sich jedoch die Frage, ob die 1500 Euro teure E-3 es überhaupt mit der Konkurrenz aufnehmen kann.

Design

Das Gehäuse aus einer Magnesiumlegierung ist mit witterungsresistenten Dichtungen ausgestattet, um das Innenleben vor Staub und Spritzwasser zu schützen. Im Vergleich zu anderen DSLR-Kameras, etwa der Nikon D300, wirkt dieses Modell schwerer, wenn auch zugleich kompakter. Die E-Serie verwendet außerdem den 4/3-Objektivstandard. Dadurch bleibt sie zu Objektiven anderer Hersteller wie Panasonic oder Sigma kompatibel.

Trotz der zahlreichen Einstellmöglichkeiten kommt man mit der E-3 schnell zurecht. Die meisten Funktionen werden über zwei Einstellräder an der Vorder- und Rückseite des etwas klobigen, rechtsseitigen Griffs bedient. Damit kann der Zeigefinger die Blende mit dem vorderen Einstellrad kontrollieren, während der Daumen an der Rückseite die Belichtungszeit einstellt.

Wird eine der übrigen Tasten gedrückt, ändert sich die Funktion der Einstellräder. So lassen sich damit auch der Weißabgleich, die ISO-Empfindlichkeit, Blitz oder Fokus sowie die Programm-Modi einstellen. Auch die Kombination mehrerer Tasten stellt kein Problem für die Finger dar. Allerdings scheint das Daumenrad etwas zu weit links angebracht zu sein. Man sollte die Kamera vor dem Kauf also besser einmal in die Hand nehmen.

Der Sucher ist groß und klar und zeigt das aufzunehmende Bild vollständig an. Es gibt auch eine Abdeckung für den Sucher. Sie dient dazu, bei der Verwendung der Live-View-Funktion einen störenden Lichteinfall zu verhindern.

Olympus hat als erstes Unternehmen die Live-View-Technologie eingeführt. Trotz der etwas nervenden Erinnerung, die Sucherabdeckung zu schließen, bringt die E-3 eine der bislang besten Implementierungen dieses Konzepts mit. Bildstabilisierung und Tiefenschärfe können in der Voransicht betrachtet werden. Wie bei der Panasonic Lumix DMC-L10 ist das Display wie bei einem Camcorder ausklappbar und kann gekippt oder vollständig verborgen werden.

Die E-3 ist außerdem mit einem Zubehörschuh sowie mit einem Ausklappblitz ausgestattet. Dieser lässt sich allerdings nicht ganz einfach verwenden. Man muss selbst im automatischen Blitzmodus die Blitzabdeckung manuell öffnen. Und statt einer separaten Zusatzleuchte fürs Scharfstellen bei schlechten Lichtverhältnissen blinkt der Blitz nur etwas nervig.

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