Heutzutage ist ein großer Monitor auf dem Schreibtisch ein absolutes Muss. Unbedingtes Minimum sind 20 Zoll, inzwischen bilden 22 oder 24 Zoll aber schon fast die Norm. Benq ist einer der beliebtesten Hersteller in der 24-Zoll-Kategorie, vor allem dank des FP241W. Nun versucht der Hersteller mit seinem jüngsten Modell, dem G2400W, auch noch den Rest der Welt zu überzeugen. Der Monitor ist schlicht, attraktiv und kostet nur 375 Euro. Kann er damit die Konkurrenz ernsthaft gefährden?

Stärken

Gleich auf den ersten Blick ist der G2400W ein beeindruckender Monitor. Nicht weil er besonders ausgefallene ästhetische Eigenschaften hätte, sondern weil er im Gegenteil schlicht und funktional wirkt. Das minimalistische Design spricht durchaus an, besonders bei der schwarzen Ausführung. Die Einfassung fällt schmal aus, und es gibt keine modisch glänzenden Teile. Das ganze Gerät sieht einfach bloß gut aus. Der Benq ist auch in Silber erhältlich, doch das ist eigentlich nur für eine Raumschiffkabine zu empfehlen.

Bedenkt man, dass der G2400W nur die Hälfte dessen kostet, was für andere 24-Zöller verlangt wird, können seine technischen Daten durchaus beeindrucken. Er läuft mit einer WUXGA-Auflösung von 1920 mal 1200 Pixeln. Das bietet hinreichend Platz für mehrseitige Dokumente auf dem Bildschirm. Die Reaktionszeit von fünf Millisekunden ist zwar nicht die kürzeste, aber flott genug, um Ghosting oder Unschärfe zu verhindern. Im Test können wir diese Probleme jedenfalls nicht feststellen.

Drei Arten von Videoanschlüssen stehen an der Unterseite des G2400W zur Verfügung. Der analoge D-Sub-Anschluss dürfte für alle Besitzer einer älteren Grafikkarte oder eines Laptops mit analogem Ausgang nützlich sein. Besitzer neuerer Laptops oder PCs werden den HDMI- und den DVI-Anschluss zu schätzen wissen. Beide sind Vista-tauglich, so dass man darüber HDCP-verschlüsselte Blu-ray- oder HD-DVD-Filme anschauen kann.

Als Benq-Monitor bringt der G2400W natürlich die patentierte Senseye+Photo-Technologie des Unternehmens mit. Diese modifiziert die Einstellungen des Monitors so, dass die Bildqualität an die jeweilige Verwendung optimal angepasst wird. Es gibt die Modi ‚Standard‘ für den Normaleinsatz, ‚Movie‘ zum Anschauen von Filmen und ‚Photo‘. Letzterer ist besonders praktisch zum Betrachten der letzten Partybilder auf Facebook. Ein vierter Modus, ‚Dynamic‘ genannt, soll automatisch zwischen den anderen drei Modi umschalten. Das gelingt ihm jedoch nicht besonders gut.

Der G2400W liefert eine ordentliche Bildqualität. Die Displaymate-Tests, eine harte Prüfung für Monitore, schafft er ohne Probleme. Die Farbtrennung wirkt so gut, wie man es von einem modernen Monitor erwartet, ebenso die Grauabstufung.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Preiswerter 24-Zoll-Monitor: Benq G2400W

  • Am 11. August 2008 um 23:04 von Burfi

    Vergleich mit einem Dell…
    Also ich finde den Test eigentlich gut, nur das man einen, aktuell 279 euro teuren Monitor, mit einem Dell der mal eben ~1300 Euro kostet vergleicht ist doch schon etwas daneben. Außerdem stellt sich dabei auch die Frage der Vergleichbarkeit, da der Dell 2.560 x 1.600 Pixel bei 30 Zoll hat, was ja irgendwie doch ein geringen Unterschied im von Ihnen benannten "Direktvergleich" ergeben sollte. (Man kann doch nicht Äpfel und Birnen vergleichen…)

    Noch eine Kleinigkeit die SEHR erwähnenswert ist:
    Der Benq unterstützt 1:1 skalierung, was meines Wissens nicht einmal der benannte Dell beherrscht. Dies ist sehr schön wenn man kleinere Auflösungen zB zum Spielen benutzen möchte. (keine verzerrungen im Bild)

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