Die Casio Exilim EX-S10 zählt unbestreitbar zu den schlanksten Kompaktkameras auf dem Markt. Sie ist dermaßen dünn, dass man unwillkürlich mit heftigen Kompromissen hinsichtlich der Leistung und der Ausstattung rechnet. Das gilt besonders, wenn mit 10 Megapixeln auch noch eine sehr hohe Auflösung in einem derart flachen Gehäuse untergebracht ist. Doch Casio fährt in letzter Zeit einen ziemlich erfolgreichen Kurs mit seinen Produkten. Falls der Preis von derzeit etwa 240 Euro noch merkbar nachlässt, wird diese Kamera zu einer echten Empfehlung.

Design

Die S10 sieht umwerfend aus. Obwohl nur eine Schnappschusskamera mit durchschnittlichen technischen Daten sowie einem standardmäßigen Format, wirkt sie sehr reizvoll, sobald man sie in die Hand nimmt. Das ist vor allem auf zwei Aspekte zurückzuführen: die enorm schmale Taille der S10 sowie ihr geräumiges Display. Die Kamera ist 15 Millimeter dünn und in der Fläche nicht größer als eine Kreditkarte. Auf der Rückseite nimmt das 6,9 Zentimeter (2,7 Zoll) große Display den meisten Platz ein.

Die Bedienelemente sind insgesamt durchaus intuitiv. Es gibt die üblichen Menü-, Szenenmodi- (von Casio „Best Shot“ genannt) und Wiedergabetasten, außerdem ein rundes Clickpad. Ergänzt werden diese Bedienelemente durch eine spezielle Aufnahmetaste für Videos. Das ist eine längst fällige und willkommene Innovation. Immerhin wirbt Casio ja schon seit einiger Zeit für den Youtube-Modus seiner Exilim-Modelle.

Aus unerfindlichen Gründen verwendet Casio aber immer noch separate Tasten für Aufnahme und Wiedergabe, statt der ansonsten üblichen einzelnen Kombitaste. Außerdem: Bei den meisten Kameras beendet ein Druck auf den Auslöser den Wiedergabemodus – hier nicht. Und der Zoom-Einstellring, eine abgerundeter Zoomschalter rings um den Auslöser, ist viel zu empfindlich. Schon bei der kleinsten Berührung springt der Zoom vor und zurück.

Funktionsumfang

Außer dem großen Display und der schlanken Bauform bringt die S10 die üblichen Funktionen einer Kompaktkamera mit: eine recht unspektakuläre kleinbildäquivalente Brennweite von 36 Millimetern, einen 3-fach-Zoom sowie Gesichtserkennung. Bildstabilisierung sucht man vergebens.

Erfreulicherweise bieten aber selbst die Standardfunktionen eine Reihe von zusätzlichen Optionen. Die Gesichtserkennung ermöglicht es beispielsweise, Gesichter von Freunden einzuspeichern. Dann kann die Kamera diese später auf Bildern wiedererkennen. – Der automatische Auslöser reagiert nicht nur auf lächelnde Gesichter. Er wird auch aktiv, wenn die Kamera bemerkt, dass das Motiv sich nicht mehr bewegt, oder er findet den optimalen Augenblick bei einem Kameraschwenk mit bewegten Objekten.

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