Laut Greenpeace ist Nokia einer der umweltfreundlichsten Herstellern von High-Tech-Produkten: Schließlich verzichtet der Hersteller auf den Einsatz diverser giftiger Chemikalien und Bestandteilen in seinen Geräten. Mit dem 3110 Evolve gehen die Finnen noch einen Schritt weiter und setzen auch bei Gehäuse und Verpackung auf Umweltschutz.

Aber heißt „grün“ auch gleich „gut“? Wir haben das 3110 Evolve in der freien Natur getestet – nicht nach Umweltaspekten, sondern nach klassischen Werten wie Ausstattung und Leistung. Das Gerät ist ab sofort für 140 Euro im Nokia-Shop zu haben.

Design

Die Verpackung des 3110 ist nicht nur extrem klein, sondern besteht zu 60 Prozent aus wiederverwerteten Rohstoffen. Wir fragen uns zwar, warum hier nicht 100 Prozent Recycling zum Einsatz kommen – aber wir finden den Ansatz gut und halten ein Auge auf die Verpackungen künftiger Geräte.

Im Inneren des Kartons fällt zunächst das AC-8-Ladegerät auf. Es trägt ebenfalls zum Umweltschutz bei, indem es den Stromverbrauch bei Nichtbenutzung reduziert. Also etwa dann, wenn zwar das Ladegerät eingesteckt, aber nicht mit dem Handy verbunden ist. Allerdings ziehen Ladegeräte von Mobiltelefonen ohnehin so wenig Strom, dass wir den Unterschied zu einem älteren Steckernetzteil mit unserem Watt-Messgerät nicht feststellen können.

Etwa 50 Prozent des Gehäuses des 3110 Evolve bestehen aus Material, das aus Pflanzen gewonnen wird. Nokia spart dabei nach eigenen Angaben 15 Prozent fossiler Energie im Vergleich zu klassischen Kunststoffdeckeln auf Ölbasis ein. Auch hier gilt: Guter Ansatz, vielleicht gibt es ja beim nächsten Modell eine noch größere Ersparnis.

Wer Angst hat, mit dem grünen Nokia-Handy wie ein verkappter Öko-Fritze zu wirken, muss sich keine Sorgen machen: Das Gerät fühlt sich an wie jedes andere Nokia-Handy auch – und es sieht auch nicht anders aus.

Auf den ersten Blick stechen die großen Tasten ins Auge sowie das verhältnismäßig kleine Display mit schwacher Auflösung. Letzteres benötigt natürlich weniger Strom als eine große Anzeige, aber das Ansehen von Fotos, das Blättern im Menü oder das Surfen im Web macht einfach weniger Spaß als mit dem großen Monitor von N95 & Co.

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