Von LCD bis DLP – wie Heimkino-Projektoren funktionieren

Beamer sind ungeschlagen günstig. Dank Millionen kleiner Spiegel schaffen es DLP-Projektoren ab 300 Euro, eine Bilddiagonale von 300 Zoll an die Wand zu werfen. Alternativ kommt die Technik des guten alten Diaprojektors zum Einsatz – nur mit Display statt Dia.

Heimkino-Enthusiasten stehen im Augenblick vor einer schwierigeren Entscheidung als je zuvor. Während vor einigen Jahren ein guter Fernseher preislich einem Beamer noch vorzuziehen war, sieht die Situation nun anders aus. Moderne Projektoren gibt es bereits ab etwa 300 Euro, und sie bieten ein Vielfaches der Bildfläche eines Fernsehgeräts zum gleichen Preis. Das schaffen sie einerseits durch leistungsstarke Lampen, andererseits durch hochentwickelte Bildwiedergabetechniken. Die DLP-Technik nutzt hierfür kleine Spiegel, bei LCD-Projektoren mischen sich Diaprojektor und Computermonitor.

LCD-Projektoren

LCD-Projektoren beruhen auf einem Projektionsverfahren, das von den guten alten Diaprojektor bekannt sein dürfte. Der hauptsächliche Unterschied zum Diaprojektor besteht darin, dass sich nicht etwa ein statisches Fotomotiv, sondern ein kompakter, hochauflösender Flüssigkristallbildschirm (LCD) im Lichtkanal befindet. Dieser absorbiert einen Teil des Lampenlichts. Das restliche Licht, das den LCD durchdringt, gelangt zur Optik des Beamers und von dort aus an die Wand.


Bei LCD-Projektoren mit separaten Panels für die Grundfarben teilen dichroitische Spiegel das Lampenlicht auf. Ein Prisma fügt die Teilbilder vor der Optik wieder zu einem zusammen.

Ähnlich wie bei LCD-Monitoren setzen sich bei preiswerten Beamern die einzelnen Bildpunkte aus Subpixeln für die drei Grundfarben Rot, Grün und Blau zusammen. Hochwertigere Geräte besitzen für jede Grundfarbe je ein eigenes Panel. Dichroitische Spiegel zerlegen das Lampenlicht zuerst in die Grundfarben. Spiegel leiten es dann an die LCDs weiter. Vor der Optik fügt ein Prisma das Licht wieder zu einem Bild zusammen.

DLP-Projektoren

Bei DLP (Digital Light Processing) handelt es sich um einen Markennamen von
Texas Instruments. Das Unternehmen hat das Digital Micromirror Device (kurz DMD) entwickelt. Als DLP-Projektoren werden häufig umgangssprachlich Geräte bezeichnet, die DMD-Chips beinhalten.


Der Sanyo PDG DSU20E ist ein Vertreter der günstigsten DLP-Projektoren und für rund 300 Euro zu haben.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Von LCD bis DLP – wie Heimkino-Projektoren funktionieren

  • Am 8. August 2009 um 10:04 von NAPP

    Beamer
    gut verständlich, übersichtlich, schützt vor Fehlkäufen!!!!

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