Ebenso wie Netzwerke in Privathaushalten immer mehr Verbreitung finden, gibt es dort auch immer öfter Medienstreamer. Philips hat bislang schon einige Modelle im Angebot, etwa das WACS7000. Hier geht es jedoch um eine äußerst preiswerte Variante einer Streaming-Hi-Fi-Anlage, die WAC3500D.

Für etwa 350 Euro ist die mit einer 80 GByte großen Festplatte ausgestattete Philips WAC3500D vor allem für Anwender mit schmalem Geldbeutel gedacht, die dennoch nicht auf drahtloses Audio-Streaming verzichten wollen. Das Potenzial dieses Systems ist wirklich erstaunlich, wenn man bedenkt, dass sie nur rund den halben Preis von Sonys ähnlich ausgestatteter NAS-50HDE kostet.

Design

Philips‘ WAC3500D sieht für eine Mikro-Hi-Fi-Anlage äußerst modern aus. Die Vorderseite besteht zur Hälfte aus gebürstetem Aluminium, zur Hälfte aus glänzendem Kunststoff. Eine kleine LCD-Anzeige befindet sich in der Mitte dieser spiegelblanken Sektion. Sie erfüllt auch durchaus ihren Zweck. Dennoch sieht man deutlich, dass dies einer der Bereiche ist, wo gespart wurde.

Das Gehäuse des Systems sieht von seiner Machart her nicht besonders beeindruckend aus. Es ist aber durchaus optisch ansprechend, auch wenn das glänzende Kunststoffoberteil etwas billig wirkt. Ein wenig ungewöhnlich erscheint, dass Philips die Kopfhörerbuchse hinten auf der Oberseite des Gehäuses verbaut hat. An der Vorderseite, im unteren Aluminium-Bereich wäre sie sicher besser angebracht. Immerhin sind die beiden 40-Watt-Lautsprecher konventioneller gestaltet. Angesichts des Preises wirken sie recht solide und haben zudem abnehmbare Ziergitter.

Funktionsumfang

Die WAC3500D verfügt über eine 80 GByte große Festplatte, auf der sich eine vollständige CD-Sammlung im MP3-Format unterbringen lässt. Allerdings steht zum Rippen kein verlustfreies Format zur Verfügung, etwa WAV oder FLAC. Da es eine halbe Ewigkeit dauern kann, eine Sammlung von 1500 CDs zu rippen, kann man MP3s auch per Drag and drop direkt über das Netzwerk vom Computer auf die Festplatte des Geräts übertragen. Eine entsprechende Software liefert Philips mit.

Ebenso einfach lässt sich der PC als zentraler Musikserver einrichten. Damit kann die WAC3500D über das Netzwerk auf MP3s zugreifen. Leider gilt die bereits erwähnte dürftige Codec-Unterstützung auch für das Netzwerk-Streaming. Es funktioniert nur mit MP3s und ungeschützten WMAs.

Ein Ipod-Dock ist im Lieferumfang enthalten. Der Ipod wird geladen, während man gleichzeitig seinen Inhalt mithilfe der Fernbedienung durchsuchen kann. Wer keinen Ipod besitzt, speichert eben ein paar Hundert Titel auf einem USB-Stick und schließt ihn an der Vorderseite des Systems an. Die WAC3500D liest Informationen aus ID3-Tags. Damit lässt sich der Inhalt eines Sticks ganz gut durchsuchen.

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