HDR-Fotos: Kontrast ohne Ende

Wer fotografiert, kenn das Problem: Wo viel Licht ist, da ist auch viel Schatten – und es ist kaum möglich, in so einer Umgebung eine korrekt ausgeleuchtete Aufnahme zu erzielen. Wie High Dynamic Range aus kontrastreichen Motiven dennoch perfekte Fotos macht, verraten unsere Insider-Tipps.

HDR (High Dynamic Range) heißt die magische Formel, die nun schon seit längerer Zeit viele Fotografen begeistert. Denn wer HDR-Bilder erstellt, kann Bilder mit einem so hohen Dynamik- beziehungsweise Kontrastumfang erzeugen, dass im besten Fall alle Bereiche eines Bildes optimal ausgeleuchtet sind. Das klappt selbst dann, wenn Licht und Schatten im Motiv aufeinandertreffen. Das Beste an HDR ist, das für solche Aufnahmen keine speziellen, teuren Kameras nötig sind, sondern dass bereits viele preiswerte Digitalkameras die Basis für ein HDR-Bild liefern können. Voraussetzung ist, dass die Kamera in der Lage ist, Belichtungsreihen durchzuführen.

Vorraussetzungen für HDR

Eine Belichtungsreihe besteht aus zwei oder mehr Aufnahmen, die mit unterschiedlichen Kameraeinstellungen entstanden sind. Wer nun eine Belichtungsreihe eines sehr kontrastreichen Motivs aufnimmt, erhält Bilder, die in bestimmten Bereichen unter- beziehungsweise überbelichtet sind. Auf einer sehr dunklen Aufnahme sind so die hellen Bestandteile des Motives deutlich zu erkennen, die dunklen Bereiche aber schwarz und unbrauchbar. Auf einer helleren Aufnahme der Reihe ist hingegen der dunkle Abschnitt deutlich gezeichnet, während die hellen Bestandteile überstrahlen und nicht zu erkennen sind. Kombiniert man nun die besten Ausschnitte der Aufnahmen, entsteht ein perfekt ausgeleuchtetes Bild mit hohem Kontrast, kurz: ein HDR-Bild.

Wer nun selbst HDR-Bilder erstellen möchte, der muss aber nicht mühevoll die besten Bereiche seiner Aufnahme ausschneiden und mit anderen Bildern kombinieren. Spezialtools wie Photomatix (90 Euro) helfen dabei, die optimalen Bildbereiche aus verschiedenen Aufnahmen einer Belichtungsreihen auszuwählen und zu kombinieren. Das Programm analysiert die einzelnen Fotos und verknüpft nur die am besten belichteten Teile der Aufnahmen miteinander. Je mehr Aufnahmen eine Belichtungseinheit bietet, desto besser ist das resultierende Bild. Es müssen jedoch mindestens zwei Aufnahmen als Basis vorhanden sein.

HDR zum Null-Tarif

Neben der Kaufsoftware Photomatix gibt es mittlerweile auch Freeware-Tools wie Picturenaut oder Qtpfsgui, die HDR-Bilder zum Nulltarif erzeugen können. Diese Programme benötigen ebenfalls eine Belichtungsreihe als Ausgangmaterial und sind relativ einfach zu bedienen. So kommen auch weniger erfahrene Anwender im Handumdrehen zu einem HDR-Bild.

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