Panasonic zählt womöglich nicht zu den ersten Anlaufstellen, wenn es um Fotografie geht. Doch eine geschickte Partnerschaft mit Leica und das Bekenntnis zu benutzerfreundlichen Designs haben eine Reihe ausgezeichneter Kameras hervorgebracht. Die 10-Megapixel-Kamera DMC-FS20 für etwa 250 Euro ist das neueste Lumix-Modell im CNET-Test. Aufgrund der früheren guten Erfahrungen sind die Erwartungen an diese Schnappschusskamera entsprechend hoch.

Design

Das Metallgehäuse gibt es in Silber und Schwarz. Bei Panasonic kann man sich auf Sorgfalt bei den Details verlassen. Beispiele dafür sind eine Klappe, die den USB-Anschluss schützt, und ein solides Metallgewinde für das Stativ. Das Design ist insgesamt eher klassisch als aufregend. An der Stelle, wo die rechte Hand die Kamera hält, findet sich ein uninspiriert aussehender Silberbalken. Aber immerhin ist er erhaben genug, um einen festen Halt zu bieten.

Der Bildschirm besteht aus einem großen 76-Millimeter-LCD (3 Zoll). Durch eine spezielle Technik ist das Display auch dann noch erkennbar, wenn man die Kamera fast im rechten Winkel vor die Augen hält.

Zu den Bedienelementen zählt unter anderem auch eine Schnellzoomtaste. Damit lässt sich das Zoomteleskop in knapp zwei Sekunden auf die volle Länge ausfahren. Auf andere Einstellungen greift man über einen flachen Joystick-Nippel zu, der sehr einfach zu benutzen ist. Eine Menütaste aktiviert schnell nützliche Aufnahmeoptionen. Lediglich der Schalter zum Wechseln zwischen dem Anzeige- und dem Aufnahmemodus bleibt zu bemängeln. Eine Umschalttaste wäre hier besser.

Funktionsumfang

Panasonic verwendet für die Objektive Leica-Technik. Das 30-Millimeter-Objektiv der FS20 überzeugt mit einem überdurchschnittlichen Weitwinkel. Es bietet auch einen 4-fach-Zoom mit einer Kleinbild-äquivalenten Länge von maximal 120 Millimetern. Der zusätzliche Zoombereich wirkt sich bei Aufnahmen mit weiterer Perspektive positiv aus. Auch für das Heranzoomen bei Portraits und Nahaufnahmen ist er hervorragend geeignet.

Panasonics großartige OIS-Bildstabilisierung ist ein effizientes System zur Neutralisierung von Unschärfen durch Verwackeln. Zu den weiteren Merkmalen zählt ein intelligenter Automatikmodus. Er stellt zuverlässig alle Aufnahmenoptionen für den Benutzer ein.

Da der Bedienungskomfort ein Anliegen Panasonics zu sein scheint, überrascht es, dass die Langzeitsynchronisation für den Blitz nur in den Nachtportrait-, Party- und Kerzenlicht-Szenenmodi verwendbar ist. Besser wäre es, diese Funktion dem Benutzer frei wählbar zur Verfügung zu stellen. Überhaupt lässt sich die Langzeitsynchronisation erst nach einigem Herumspielen mit der Kamera entdecken. Zumindest erinnert einen diese Erfahrung daran, dass es sich stets lohnt, die Bedienungsanleitung zu lesen.

Im Anzeigemodus stehen zahlreiche Optionen zur Verfügung. Ein Beschneiden des Bildes und Ändern der Bildgröße ist ebenso möglich wie die Anzeige einer Miniaturen-Übersicht. Es gibt zwar kein Histogramm, doch die Zielgruppe für diese benutzerfreundliche Schnappschusskamera wird es vermutlich auch nicht vermissen.

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