Auf den ersten Blick ist Toshibas HD-Camcorder Camileo Pro HD ein echtes Schnäppchen. Für 170 Euro gibt es eine scheinbar eierlegende Wollmilchsau – denn die Kamera komibiniert den digitalen Fotoapparat mit einem Camcorder. Die Spezifikationen lassen hoffen: 5 Megapixel sind bei Standbildern drin, bewegte Bilder zeichnet das Gerät mit bis zu 1280 mal 720 Pixeln auf.

Ausstattung

Ein Blick in den kleinen Karton des Geräts überzeugt. Darin steckt der kleine Camcorder im Pistolengriffformat samt ordentlichem Zubehör. Unter ihm befindet sich das obligatorische Ladegerät, ein 1200 mAh starker Lithium-Ionen-Akku sowie eine Infrarotfernbedienung. In einem weiteren Fach warten etliche praktische Kabel auf den Käufer – daran sollten sich andere Hersteller ein Beispiel nehmen. So gibt es ein Audio-Video-Kabel mit Composite-Ausgang und Stereo-Cinch-Steckern, ein Component-Kabel für die Übertragung von HD-Videos, ein USB-Kabel, um Clips und Fotos auf den PC zu überspielen sowie Stereokopfhörer. Schade ist allerdings, dass keine SD-Speicherkarte beiliegt.

Darüber hinaus gibt es noch eine Stofftasche für Aufbewahrung und Transport des Camileo Pro HD.

Das Gerät selbst verfügt über ein ausklapp- und drehbares 2,4-Zoll-LC-Display. Toshiba gibt die Auflösung der Anzeige nicht an, aber sie könnte höher sein. Von HD ist hier zumindest nichts zu erkennen. Außerdem neigt die glänzende Kunststoffbeschichtung der Anzeige zum Spiegeln.

Auf der Vorderseite befindet sich die Linse mit dreifachem optischen Zoom und Autofokus. Darunter sitzen zwei Leuchtdioden, die als Videoleuchten dienen – und darunter ein Xenon-Blitz für Fotoaufnahmen.

Design

Wer den Camileo Pro HD in die Hand nimmt, klappt zunächst das Display heraus und dreht es um 90 Grad. Dabei schaltet sich der Camcorder sofort ein – das ist praktisch. Danach hält man das Gerät bequem in der rechten Hand. Dabei kommt der Daumen problemlos an die Tasten und Schieber auf der Rückseite, um zwischen den Modi zu wechseln, zu zoomen oder ein Foto zu schießen. Die gesamte Menüführung überzeugt – sie ist intuitiv und logisch aufgebaut. Lediglich die Taste zum Starten einer Videoaufnahme hat der Hersteller etwas unglücklich platziert – sie sitzt so weit unten, dass man sie beim Filmen aus der freien Hand kaum drücken kann, ohne das Bild zu verwackeln.

Dank des moderaten Gewichts von knapp 210 Gramm inklusive Akku und Speicherkarte ermüden weder Hand noch Arm sonderlich schnell. Zumindest bei Aufnahmen im Hellen – denn wer das Gerät intuitiv in die Hand nimmt, verdeckt Blitz und LED-Leuchten unter Garantie mit dem Zeigefinger. Wer sich bemüht, die Leuchten nicht abzudecken, nimmt zwangsweise eine leicht verkrampfte Haltung ein. Doch so schlimm ist das nicht, für Aufnahmen im Dunklen gibt es ohnehin bessere Geräte. Dazu aber später mehr.

Hinter einer einrastenden Klappe auf der rechten Seite sitzen Akku und Speicherkartenslot. Ein zweiter Akku kostet 20 Euro extra und ist eine sinnvolle Investition – denn wer viel zoomt, filmt und knipst, hat den Stromspeicher schnell leergesaugt. Fotos und Videos legt der günstige Toshiba-Camcorder auf SD- oder SDHC-Karten mit einer maximalen Kapazität von 32 GByte ab.

Auf der Unterseite gibt es sogar ein Gewinde fürs Stativ – praktisch, aber es sieht bestimmt lustig aus, wenn eine so kleine Kamera auf einem Videostativ mit Kugelkopf montiert ist. Apropos klein: Der Pro HD misst 3,2 Zentimeter in der Breite, ist 11 Zentimeter hoch und gut 7 Zentimeter lang – ein Winzling unter den HD-Camcordern.

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