Man höre und staune, es gibt eine weitere Superzoom-Kamera von Sony. Die DSC-H10 ist ein preiswertes Cybershot-Modell und ähnelt der DSC-H3. Aber kann es diese 250 Euro teure Kamera mit der großen Schwester aufnehmen? Das soll der Test zeigen.

Design

Mit einem Gewicht von 380 Gramm mit Akku und Memory-Stick Duo-Pro-Karte ist die H10 eine der leichteren Superzoom-Kameras. Dabei fällt sie ebenso kompakt aus wie andere Modelle. Damit ist sie bequem zu halten und einfach zu benutzen. Sie verfügt über ein 76 Millimeter (3 Zoll) großes LCD mit 230.000 Pixeln. Zum Vergleich: Bei der H3 sind es 115.000 Pixel auf einem 64 Millimeter (2,5 Zoll) großen Bildschirm. Das Display ist auch bei direktem Sonnenlicht gut ablesbar. Da die H10 keinen weiteren Sucher mitbringt, ist das ein entscheidender Faktor.

Das Modus-Einstellrad auf der Oberseite ermöglicht das Auswählen der unterschiedlichen Belichtungsmodi sowie der wenigen Szenemodi und des Videomodus der H10.

Mit inzwischen 18-fachen Zoomreichweiten mag es etwas merkwürdig scheinen, bei einem 10-fach-Objektiv von Superzoom zu sprechen. Doch das Objektiv der H10 (f/3.5 bis 4.4, 38 bis 380 Millimeter Kleinbildäquivalent) ist immer noch sehr leistungsstark. Kleinere Reichweite, relativ enger Blickwinkel und das Fehlen eines elektronischen Suchers unterscheiden offenbar die preiswerten Modelle von ihren teureren Geschwistern, wie etwa der H9.

Funktionsumfang

Ein 8-Megapixel-Sensor und die Hardware-Bildstabilisierung, im Fall der H10 eine optische, sind typisch für diese Klasse. Wie das Vorgängermodell bietet auch die H10 nur die Wahl zwischen zwei Blendeneinstellungen pro Brennweite: f/3.5, f/4.0 oder f/4.4, und f/8 oder f/10, je nach Zoomreichweite.

Die Bedientaste in der Mitte steht zu weit vor, was es schwierig macht, zu navigieren, ohne sie versehentlich zu drücken.

Tatsächlich scheint es jedoch, als ob die Kamera überhaupt keine Einstellung der Blende ermöglicht. In der Bedienungsanleitung klingt an, dass die Kamera nur einen Neutraldichtfilter verwendet, um die Belichtung zu verringern: „Wenn der Zoom vollständig eingefahren ist, können Sie eine Blende von F3.5 oder F8.0 wählen (mit Hilfe des internen ND-Filters).“ Sollte das stimmen, dann kann der Benutzer die Tiefenschärfe eigentlich nicht einstellen. Letztlich macht das die manuelle Belichtungseinstellung der Kamera zu einem Witz.

Sobald man ans Ende des Menüs gescrollt hat, landet man mitnichten wieder am Anfang, sondern man muss ganz wieder zurückscrollen.

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