Canon zählt beileibe nicht zu den allerersten Herstellern, die einen flashbasierten Camcorder produzieren. Doch die HD-Debütvariante HF10 ist auf Anhieb gelungen.

Der etwa 950 Euro teure HF10 ist ein elegantes, schwarzes, kompaktes Modell mit einem gut abgerundeten Funktionsumfang, großartiger Videoqualität und ausgezeichneter Performance. Damit verdient er definitiv einen Platz auf der Liste potenzieller Heimkino-Camcorder.

Anders als sein etwa 150 Euro günstigerer Bruder, der silbergraue HF100, hat der HF10 neben einem Einschub für SD-SDHC-Flashspeicherkarten auch einen integrierten 16-GByte-Speicher. Abgesehen davon unterscheiden sich beide Modelle nur in der Gehäusefarbe – und natürlich im Preis.

Design

Der kompakte HF10 wiegt rund 380 Gramm mit SD-Karte und Akku und misst 7,3 mal 6,3 mal 12,9 Zentimeter. Damit fällt er klein und leicht genug aus, um in eine größere Jackentasche zu passen. Er ist deutlich kompakter als die anderen Vertreter der Produktreihe, das Festplattenmodell HG10 oder der bandbasierte HV30. Das Plastikgehäuse fühlt sich dennoch recht solide an.

Zum Glück scheint der HF10 bei der Benutzerfreundlichkeit keine Einbußen aufzuweisen. Bei solchen Verkleinerungsprozessen ist das ansonsten häufig der Fall. Zwangsläufig hat Canon viele Bedienelemente neu platziert. Dennoch sind sie immer noch groß und leicht zu handhaben. Die Funktionstaste und der Joystick, mit denen man häufig benötigte Aufnahmeeinstellungen aufruft, befinden sich jetzt auf dem LCD-Rahmen.

Ein derartiges Design ist allerdings nicht besonders praktisch. Wenn sich die Tasten am LCD befinden anstatt unter dem rechten Daumen, fällt es schwerer, sie zu bedienen und zugleich die Kamera ruhig zu halten. Außerdem kann es mühsam sein, mit dem Joystick auf dem kleinen 69-Millimeter-LCD (2,7 Zoll) scharfzustellen. Da hilft auch der Zoomansicht-Assistent zur manuellen Einstellung nur wenig.

Funktionsumfang

Das optisch stabilisierte 12-fach-Zoomobjektiv (f/1,8 bis 3,0) hat einen größeren Zoombereich als die 10-fach-Objektive, die in dieser Klasse typisch sind. Die übrigen Funktionen stimmen aber im Wesentlichen mit denen von Canons Modellen für anspruchsvolle Hobbyfilmer überein. Für Video umfassen sie Blendenvorwahl, eine variable und drei feste Zoomgeschwindigkeiten, eine Videoleuchte, Instant-AF sowie einen Windfilter.

Für Fotoaufnahmen stehen Belichtungsmessung, Blitz, Serienbildmodus und Belichtungsreihen zur Verfügung. Der Camcorder weist daneben eine komplette Auswahl an Anschlüssen auf: Component- und HDMI-Ausgänge für eine direkte Wiedergabe über den Fernseher, Kopfhörer- und Mikrofon-Miniklinkenbuchsen sowie einen USB-Port, um die Aufnahmen auf einen Computer zu überspielen.

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