Bei der Finepix S100FS von Fujifilm handelt es sich um eine Bridge-Kamera mit einer Auflösung von 11 Megapixeln. Durch die Integration einiger Funktionen der Fujifilm Finepix S5 Pro wird hier die Grenze zwischen DSLR- und Bridge-Kameras aber nahezu aufgelöst. Die S100FS ist für etwa 550 Euro zu haben.

Design

Das erste, was einem ins Auge springt, ist die Größe der S100. Sie ist noch kompakter als viele Einsteigerkameras, etwa die Olympus E-510. Ihr Riesenobjektiv stellt das Standard-Objektiv der E-510 aber bei Weitem in den Schatten. Bei diesem Thema scheiden sich allerdings die Geister. Einige Benutzer bevorzugen offensichtlich eher massivere Kameras. Mit ihrer Größe liegt die S100 glücklicherweise dennoch gut in der Hand. Die Finger der rechten Hand liegen bequem auf einer gummierten Ausbuchtung.

Die kleinste Brennweite liegt bei erfreulichen 28 Millimetern (kleinbildäquivalent). Durch die lange Brennweite mit 14,3-fachem optischem Zoom ist die Fujifilm äußerst flexibel. Ein mechanisch stabilisiertes Zoomobjektiv verhindert verwackelte Bilder. Der Zoom kann auch während Videoaufzeichnungen verwendet werden. Das ist durchaus ungewöhnlich. Allerdings scheint der Autofokus gelegentlich beim Hinein- oder Herauszoomen überfordert.

Der Zoom und der manuelle Fokus werden durch Drehen des Objektivrings eingestellt. Beim Zoomen funktioniert das bestens. Doch beim manuellen Scharfstellen kann uns dieses System nicht überzeugen. Das liegt wohl am elektronischen Sucher. Selbst wenn beim Umschalten von Autofokus auf manuellen Fokus der mittlere Bildbereich vergrößert wird, stellt der elektronische Sucher (EVF) für eine präzise Fokussierung nicht scharf genug. Immerhin zeigt einem eine Skala an, wie genau man fokussiert hat. Beim Hin- und Herbewegen entstehen rote, grüne und blaue Artefakte, die auf dem Bildschirm erscheinen. Die sind aber nicht unbedingt störend – es wirkt, als hätte man eine 3D-Brille auf.

Andere Funktionen lassen sich durch ein ganzes Arsenal an Tasten und Drehknöpfen bedienen. Dazu zählt auch ein Auswahlschalter für die Belichtungsmessung. Die zahlreichen Tasten wirken jedoch nicht abschreckend. Und auch die Bedienung ist absolut unkompliziert. Das Rad zur Einstellung der Verschlussgeschwindigkeit erinnert stark an eine Spiegelreflexkamera. Bei gedrückter Belichtungsausgleichstaste regelt es die Blendenöffnung.

Mit am interessantesten an der S100 ist der ausklappbare, 64 Millimeter (2,5 Zoll) große LCD-Bildschirm. Ähnlich wie bei der Alpha-Produktreihe von Sony ist er an der Kamerarückseite verankert. Irgendwie wirkt diese Konstruktion aber nicht ganz so elegant wie der im Camcorder-Stil seitlich ausklappbare Bildschirm der Olympus E-3. Aber der Blickwinkel ist einfach hervorragend. Aus sämtlichen Blickrichtungen lässt sich wirklich alles auf dem Bildschirm hervorragend erkennen.

Neben einem Zubehörschuh ist die S100 auch mit einem PC-Synchro-Anschluss für externe Blitze ausgestattet.

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