Wir haben bereits einige der sogenannten virtuellen Surround-Sound-Systeme getestet. Sie verzichten auf zusätzliche Lautsprecher und fallen daher kompakter aus. Damit stellen sie eine elegante Lösung dar, wenn der Platz im Wohnzimmer knapp bemessen ist.

Inzwischen hat sich die Performance dieser 2.1-Systeme deutlich verbessert. Die Hersteller haben auch nützliche Funktionen und Anschlussmöglichkeiten ergänzt. Dennoch bleiben virtuelle Lautsprechersysteme im Vergleich zu echten 5.1-Anlagen ein Kompromiss. Kann einen der günstige Preis von 380 Euro für das JVC NX-F3 bewegen, sich mit diesen Einschränkungen abzufinden?

Stärken

Das NX-F3 bringt für ein kompaktes Komplettsystem eine beeindruckende Palette von Funktionen mit. Es spielt praktisch jedes beliebige Disc-Format ab, inklusive hochauflösendes DVD-Audio und codierte Formate für eine Vielzahl von digitalen Musik- und Filmdateien. Auch die Decodierung der üblichen Dolby- und DTS-Surround-Soundtracks ist gewährleistet.

Die integrierte Videoverarbeitung ist in der Lage, Standard-DVDs auf 720p, 1080i und das noch bessere 1080p-Format hochzurechnen. Das steigert die Bildqualität der vorhandenen Filmsammlung – ohne, dass man gleich in teure Blu-ray-Komponenten investieren muss. Die per Upscaling umgewandelten Bilder sind makellos sauber und frei von digitalen Artefakten. Dank sehr guter Schwarzwerte weisen dunkle Bereiche viele Details und guten Kontrast auf. Ausgeglichene, natürliche Farben vervollständigen das Ganze.

Beim Abspielen von „Operation: Kingdom“ lassen sich schnell die Vorzüge der Upscaling-Technologie des Systems feststellen. Es sind deutlich mehr Details erkennbar. Auch die Bewegungen während der Schießereien wirken gleichmäßiger. Das gilt vor allem beim Einsetzen des 1080p-Formats.

Das Fehlen von extra Lautsprechern bedeutet, dass sich das System sehr einfach installieren lässt. Da die Kabel fest mit den beiden Hauptlautsprechern verbunden sind, muss der Benutzer nur die farblich markierten Leitungen mit dem Steuergerät verbinden. Das Menüsystem macht einen ziemlich prosaischen Eindruck. Es ist aber übersichtlich und mithilfe der intelligent konzipierten Fernbedienung einfach zu benutzen.

An Anschlussmöglichkeiten gibt es für traditionelle Analogbenutzer einen Scart- und einen Komponentenausgang. Für hochgerechnete Bilder ist ein einzelner HDMI-Digitalausgang vorhanden. Ein universeller USB-Port sorgt für das Überspielen von Musik-, Film- und Fotodateien von verschiedenen kompatiblen Geräten. Außerdem lassen sich damit ganz ohne Hilfe eines Computers Tracks direkt von einer CD auf einen USB-Stick laden.

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