Wer hätte vor einem Jahr gedacht, dass ultrakleine Billig-Notebooks einmal zu Statussymbolen avancieren? Zumindest Asus hatte wohl den richtigen Riecher zur richtigen Zeit und hat einen gigantischen Erfolg mit seinem Eee PC. Da wollen andere Hersteller natürlich nicht nachstehen und sich ein Stück vom Erfolgskuchen der kleinen Rechner reservieren.

MSI – bekannt durch Grafikkarten, Mainboards und Barebones – greift nun mit seinem Netbook Wind an. Dabei backt der Hersteller durchaus keine kleinen Brötchen – denn das Wind könnte sich als das Beste der Besten entpuppen. Ob das Gerät in der Praxis hält, was es in der Theorie verspricht, haben unsere Kollegen aus England untersucht.

Stärken

Wie der Eee PC von Asus soll es auch das MSI Wind in verschiedenen Ausstattungsvarianten und mit unterschiedlich großen Displays geben. Noch in diesem Jahr will der Hersteller eine 8,9-Zoll-Variante auf den Markt bringen, doch für die Initialzündung sorgt das Wind mit 10-Zoll-Display und einer Auflösung von 1024 mal 600 Pixeln. Eine besonders tolle Anzeige ist das nicht – vor allem nicht im Vergleich zum HP 2133 Mini-Note, das trotz kleinerem Format (8,9 Zoll) eine deutlich höhere Pixeldichte liefert (1280 mal 768). Besonders schlecht ist das Display des Wind allerdings auch nicht. Icons, Symbole und Text sind beim Wind besser zu erkennen als bei all seinen Konkurrenten. Außerdem ist MSI glücklicherweise nicht auf den Zug der Hochglanzdisplays aufgesprungen – Wind-Käufer können also auch bei Sonneneinstrahlung im Freien noch etwas erkennen. Womit sich das Wind im Biergarten schon mal wohl fühlen sollte.

Ein- und Ausgänge hat das Wind in ordentlicher Anzahl. Da wären zunächst drei USB-Ports zu nennen – spätestens an dieser Stelle sollte sich Apple zum Schämen in die Ecke stellen und noch einmal darüber nachdenken, ob ein einzelner USB-Eingang beim sündhaft teuren Macbook Air wirklich ausreicht. Dagegen kommt auch HPs Mini-Note 2133 nicht an – es verfügt lediglich über zwei Schnittstellen.

Darüber hinaus hat MSIs Schnäppchen-Notebook Bluetooth für die Kurzstreckenkommunikation, etwa zum Handy, integriert. Selbstverständlich mangelt es auch weder an WLAN noch an einer Netzwerkbuchse.

Wenn es um die Benutzerfreundlichkeit und die Ergonomie der Netbooks geht, wird es schnell still beim Notebookhändler. Die winzigen Tastaturen sorgen für verkrampfte Hände – sie sind eben primär für das Eingeben von Internetadressen gedacht. Geht es an eine E-Mail oder gar an einen längeren Text, wünscht man sich größere Tasten mit mehr Abstand. Ganz so schlimm sieht es beim Wind nicht aus. Laut MSI kommt hier eine Klaviatur zum Einsatz, die der von größeren und teureren Notebooks des Herstellers stark ähnelt. Ob das stimmt, können wir nicht sagen – Fakt ist aber, dass es sich gut tippen lässt. Auf jeden Fall erwischt man deutlich seltener eine falsche Taste als beim Eee PC. Fairerweise muss man dazu sagen, dass das HP Mini Note hier Maßstäbe setzt – es tippt sich noch besser.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Schon getestet: Mini-Notebook MSI Wind mit Intel Atom

  • Am 4. Dezember 2008 um 13:14 von Olga

    Sound ist Asche
    Alles war gut ist sollte hier auch genannt werden. Aber der Sound ist das letzte, was ich bei einen Notebook gehört habe. Eine Unterhaltung über MSN ist kaum möglich. Musik hören macht auf dem MSI Wind keinen Spass! Schade.

  • Am 19. Dezember 2008 um 11:54 von Andreas

    Akku ist tatsächlich ein 6-Zellen AKKU
    In dem Bericht steht, dass der klein-grosse mit einem 3-Zellen-Akku ausgeliefert werden soll. Das ist aber nicht der Fall. Das baugleiche Modell von Medion hat diesen Akku. Der Wind U100 wird mit einem 6-Zellen-Akku ausgeliefert. Laufzeit:
    Je nach Belastung zwischen 3,5 und 5,5 Std.

    @Olga
    Was erwartest Du bei einem so kleinen Gehäuse? Megaboxen passen da nicht rein!
    Ich finde, das der Klank für so ein Kleines Gerät nicht schlecht ist (Vergleiche den Klang mal mit einem Handy, dass die Kids heutzutage durch die Gegend schleppen.
    Schepper, Schepper, Kliiiieerrrrrrrr.

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