Es war nur eine Frage der Zeit, wann die großen Laptophersteller Asus mit seinem preiswerten Mini-Laptop Eee PC folgen würden. Inzwischen gibt es einige Nachahmer. Der bislang interessanteste ist zweifellos der HP 2133 Mini-Note. Ebenso wie der Eee PC ist das Notebook klein, tragbar und einigermaßen preiswert. Und außerdem lässt es sich auch noch einfach benutzen.

Das HP 2133 kommt im Spätsommer in Deutschland auf den Markt. Mit Windows Vista ist es voraussichtlich für etwa 520 Euro erhältlich. Die Linux-Version gibt es dann ab circa 450 Euro.

Design

Das 2133 ist zweifellos das attraktivste aller Notebooks seiner Klasse. Es wirkt optisch und vom Gefühl her wie ein wesentlich teureres Gerät. Der Deckel aus gebürstetem Aluminium und das abgerundete Gehäuse aus einer Magnesiumlegierung heben sich wohltuend vom Eee PC ab. Denn der sieht, ganz wie viele seiner Rivalen, eher einem Spielzeug ähnlich. Es ist also nicht verwunderlich, wenn Kollegen, Sitznachbarn in der U-Bahn und potenzielle Diebe nicht ihre Blicke – und Finger – von dem Gerät lassen können.

Allerdings ist nicht alles so rosig. Das 2133 misst 16,5 mal 3,3 mal 25,5 Zentimeter. Es fällt also etwas breiter aus als ein Eee PC. Außerdem wiegt es mit 1,3 Kilogramm etwa 300 Gramm mehr. Damit wirkt es zwar längst noch nicht schwerfällig, ist aber doch deutlich beleibter als sein Rivale von Asus.

Durch die größeren Abmessungen des 2133 konnte HP aber auch eine relativ großflächige, spritzwassergeschützte Tastatur verbauen. Sie nutzt den gesamten Platz links und rechts bis zu den Rändern des Gehäuses. Dadurch fallen die Tasten deutlich größer aus als beim Eee PC. HP gibt an, das Tastenfeld sei nur acht Prozent kleiner als eine Standard-Laptop-Tastatur. Tatsächlich sind viele der Tasten sogar größer und bequemer zu bedienen als bei einigen größeren Notebooks.

Mit der Tastatur liegt HP also richtig. Vom Trackpad lässt sich das jedoch nicht behaupten. Es ist äußerst klein. Das bedeutet, dass man mehr vertikale Fingerbewegungen braucht als bei einem normalen Trackpad. Die Auswahltasten sind ebenfalls umständlich zu benutzen. Überdies befinden sie sich am falschen Platz: Statt unterhalb des Trackpads liegen sie links und rechts davon. An diese Anordnung muss sich der Benutzer erst einmal gewöhnen. Vielleicht hätte sich HP lieber den Trackpoint zum Vorbild nehmen sollen, den man bei vielen IBM-Laptops findet.

Das Display des 2133 misst 8,9 Zoll (22,6 Zentimeter) in der Diagonalen. Es hat also dieselbe Größe wie das des Eee PC 900. Aber in Sachen Auflösung ist es diesem mit nativen 1280 mal 768 Pixeln klar überlegen. Leider ist die Bildschirmeinfassung, die auch die integrierten Lautsprecher beherbergt, recht groß. Dadurch erscheint das Display des 2133 kleiner, als es faktisch ist. In Relation zu der ziemlich großen Tastatur bewirkt dieses Design, dass das Gerät etwas unproportioniert aussieht. Es entsteht der Eindruck, als bestünde es aus den Hälften zweier unterschiedlicher Laptops.

Die Anschlussmöglichkeiten sind ausreichend. An der linken Seite finden sich ein D-Sub-VGA-Anschluss, ein USB-Port sowie die Mikrofon- und Kopfhörerbuchsen. An der rechten Seite gibt es einen Ethernet-Anschluss, einen zweiten USB-Port sowie einen Expresscard- und SD-Karten-Leser. An der Vorderseite sind zwei Schiebeschalter zum Einschalten und zum Aktivieren des Wireless-Adapters vorhanden. WLAN und Bluetooth gehören zur Standardausstattung.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Schon getestet: Eee-PC-Konkurrent HP 2133 Mini-Note PC

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *