Die Verfügbarkeit von Speicherkarten mit mehreren Gigabyte zum Taschengeldpreis hat dazu geführt, dass viele Fotofreunde einfach drauflos schießen und erst hinterher fragen. Wer also nach einer Kamera sucht, die einen (fast) überallhin begleitet und dann auch noch in der Lage ist, Fotos zu machen, für den dürfte Olympus‘ ultrarobuste My 850SW zum Preis von 250 Euro eine echte Versuchung darstellen: Sie ist wasserdicht, frostsicher und stoßfest.

Stärken

Wer noch keine von Olympus‘ robusten SW-Kameras in der Hand hatte, sollte sich auf einige Überraschungen gefasst machen. Die My 850SW ist weder schwerer, dicker oder schwieriger zu bedienen als vergleichbare Kompaktkameras. Sie lässt sich keineswegs so umständlich benutzen wie etwa die wasserdichten Modelle von Ricoh. Das Gehäuse besteht aus mattem Metall und glattem Kunststoff. Es verzichtet auf die Metallnieten älterer SW-Kameras zugunsten schlichter, beruhigender Solidität.

Die Kamera ist bis zu einer Tiefe von drei Metern völlig wasserdicht. Das reicht für den Swimmingpool und das Baden in der Brandung aus. In tiefem Wasser sollte die Kamera jedoch mit der Halteschlaufe am Handgelenk befestigt werden, denn schwimmen kann sie nicht.

Außerdem ist sie stoßfest. Sie verträgt auch einen Sturz aus eineinhalb Metern Höhe. Wer sie häufiger fallen lässt, muss allerdings den einen oder anderen Kratzer in Kauf nehmen. Und sie ist frostsicher – für Schnappschüsse bei Minusgraden.

Auslöser, Einschalter und Menütasten sind klein, aber präzise. Das Modus-Einstellrad kann nicht so einfach versehentlich bedient werden. Ein 8-Megapixel-Sensor mag zwar heutzutage eher auf ein Einsteigermodell hindeuten. Doch die Auflösung ist für durchschnittliche Urlaubsbilder mehr als ausreichend. Die Bilder wirken absolut zufriedenstellend.

Olympus hat sich dafür entschieden, die Fotos auf Kosten der kleinsten Details etwas weich zu zeichnen. Damit wird das Risiko körniger Fotos oder ausgefranster Kanten umgangen. Die Farben könnten einen Tick wärmer sein. Aber Belichtung und Fokus funktionieren perfekt. Die Videoclips mit maximal 640 mal 480 Pixeln wirken ebenfalls hell. Auch sie sind etwas weich gezeichnet und detailarm.

Das 64 Millimeter (2,5 Zoll) große Display erscheint bei hellem Umgebungslicht ausreichend. Im Dunkeln wirkt es allerdings ziemlich körnig. Olympus verbessert auch allmählich die Benutzerfreundlichkeit seiner Kompaktkameras: Wichtige Einstellungen wurden von den altmodischen Menüs auf die zentrale OK-Taste verlegt.

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