Es gibt einen neuen Herausforderer auf dem Markt für hochklassige Ohrhörer: Sonys geräuschisolierende MDR-EX700LP. Diese eleganten schwarzen Ohrhörer, die ab sofort für etwa 250 Euro erhältlich sind, wollen es mit etablierten Größen wie Shure oder Denon aufnehmen.

Stärken

Die eher unkonventionellen Ohrhörer verfügen über leichte, aber robuste Kabel. Im Vergleich zu vielen anderen Modellen haben die EX700 größere, runde Treibereinheiten. Das Design ist außergewöhnlich, aber überraschend wenig störend. Sieben unterschiedlich geformte Silikonspitzen sorgen für einen guten Sitz im Ohr, ohne zu stark zu drücken.

Auch die Geräuschisolierung funktioniert gut. Die EX700 blockieren zwar Geräusche nicht ganz so gut wie der dicke Schaumstoff bei Shure oder Etymotics Design mit Dreifachabdichtung. Sie liegen dennoch weit über dem Durchschnitt. iPhone-Benutzer können sich außerdem darüber freuen, dass diese Ohrhörer in den ärgerlicherweise versenkt angebrachten Kopfhöreranschluss ihres Mobiltelefons passen.

Eines der interessantesten Merkmale der EX700 ist der Frequenzbereich, den Sony mit 4 bis 28.000 Hz angibt. Zum Vergleich: Shures Topmodell SE530s erreicht 18 bis 19.000 Hz, Etymotics hf2 20 bis 16.000 Hz und Denons extrem leistungsfähige AH-C751 12 bis 24.000 Hz. Allerdings sorgen sehr viele Variablen dafür, dass solche Zahlen nur äußerst bedingt aussagekräftig sind. Andere Treibereigenschaften, die Abdichtung des Hörkanals sowie natürlich die Qualität der Aufnahmen spielen hier beispielsweise eine wichtige Rolle. Deshalb bleiben solche Angaben reine Werbebotschaften, bis das Gegenteil bewiesen ist.

Doch einen solchen Beweis liefern die EX700 leider nicht. Schon gar nicht beim Bass. Denons AH-C751 produzieren einen deutlich tieferen Bass, der mehr im Kopf dröhnt. Trotz des geringeren Frequenzbereichs wirken die Bassläufe von Pendulums „Tarantula“ mit den Denon wesentlich prominenter.

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