Die Casio Exilim EX-Z200 firmiert als Topmodell der Exilim-Produktreihe. Casios Kompaktkameras haben sich in den letzten Jahren in aller Stille einen Namen gemacht. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an die Z200. Die Kamera gibt es ab sofort im Handel für etwa 240 Euro.

Design

Die Z200 verfügt über ein sehr solides Metallgehäuse. Sie ist auch in Schwarz und Silber erhältlich und wartet mit eleganten silbernen Akzenten auf. Aber die Lieblingsfarbe ist wohl doch das Rot des Testmodells. An der Rückseite ziert sie ein enorm großes 2,7-Zoll-Display (69 Millimeter). Einen Teil davon nimmt die exzellente Exilim-Seitenleiste ein. Sie erspart dem Benutzer das Suchen in Menüs und Drücken vieler Tasten. Auf häufig verwendete Optionen hat er somit schnellen und einfachen Zugriff. Die Seitenleiste kann gegebenenfalls abgeschaltet werden. Doch auch im aktivierten Zustand bietet das LCD-Display ausreichend Platz zum Anvisieren der Motive. Als wäre das noch nicht bequem genug, lassen sich dem runden Clickpad beliebige Funktionen zuweisen.

Casio verwendet aber merkwürdigerweise immer noch zwei Tasten zum Umschalten zwischen Wiedergabe und Aufnehmen. Das erscheint reichlich umständlich. Eine Best-Shot- oder Szenemodus-Taste gewährt Zugriff auf 39 Einstellungen. Dazu zählen die üblichen Porträtmodi sowie etwas obskurere Optionen zum Aufnehmen von Whiteboards oder Passfotos. Eine spezielle Filmtaste ist ebenfalls vorhanden. Zum Aufnehmen von Videos muss sich der Benutzer also nicht erst durch viele Menüs wühlen. Bei der Videoaufzeichnung zeigt ein nützlicher doppelter Countdown auf dem Display an, wie lange die Aufnahme bereits andauert und wie viel Speicher noch zur Verfügung steht.

Funktionsumfang

Die Z200 bringt eine verwirrend große Auswahl an Features und Optionen mit. Da wäre zuerst das Weitwinkelobjektiv mit seiner erfreulichen Brennweite von 28 Millimetern (Kleinbildäquivalent) zu nennen. Gleichzeitig erhält man mit dem 4-fachen optischen Zoom ein flexibles Objektiv für unterschiedlichste Aufnahmesituationen.

Es gibt drei Bildstabilisierungseinstellungen, die den 1/2,3-Zoll-CCD-Sensor präzise bewegen. Damit werden leichte Vibrationen bei freihändigen Aufnahmen kompensiert. In den Einstellungen ‚Auto IS‘ und ‚Subject IS‘ versucht die Kamera, die Empfindlichkeit zu erhöhen. Das ermöglicht schnellere Verschlussgeschwindigkeiten. Allerdings gilt es zu beachten, dass eine höhere Empfindlichkeit häufig Bildrauschen verstärkt und zu hässlichen Flecken auf den Fotos führt. Deshalb dürfte die Einstellung ‚Camera IS‘ die beste Option sein.

Es gibt eine Reihe von Optionen zur Verbesserung von Porträtaufnahmen. Casio war eines der ersten Unternehmen, die ein Gesichtserkennungssystem boten, das Gesichter von Familienmitgliedern oder Freunden abspeichert. Diese werden dann bevorzugt ins Blickfeld genommen. Neben dem üblichen 2- und 10-Sekunden-Selbstauslöser gibt es einen Dreifach-Selbstauslöser. Dieser führt einen sichtbaren 10-Sekunden-Countdown durch und nimmt dann drei Bilder im Sekundenabstand auf. Somit erspart man sich ein manuelles Wiederholen der Aufnahme.

Der automatische Verschluss lässt sich so einstellen, dass er auslöst oder blockiert, wenn das Bild verschwimmt, die Kamera schwenkt oder ein lächelndes Gesicht erkannt wird. Ein Blinzel-Detektor wäre ebenfalls prima, aber man kann ja nicht alles haben. Die Reaktionsempfindlichkeit des Verschlusses lässt sich verändern. Allerdings scheint diese Einstellung keinen großen Einfluss auf das tatsächliche Auslöseverhalten zu haben.

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