Vom Billig-Laptop zum Netbook: Winz-Notebooks im Überblick

Asus Eee PC, Acer Aspire One oder Dell E – Subnotebooks zum Preis von unter 400 Euro gibt es noch nicht einmal ein Jahr. Inzwischen drängen namhafte Hersteller von kleinen Rechnern mit völlig unterschiedlichen Ausstattungsmerkmalen auf den Markt. CNET.de hat untersucht, welche Modelle es gibt und was die sogenannten Netbooks können.

Update: Vergleich aller aktuellen Netbooks (Stand: 09/2008)

Mit dem OLPC-Projekt hat im Jahr 2005 die Geschichte einer neuen Geräteklasse angefangen. Ziel war ein Laptop für jedes Kind auf der Erde – vor allem in Schwellen- und Entwicklungsländern. Die Rechner sollten robust, zuverlässig, aber vor allem eines sein: günstig. Der Computer mit Bildschirm, kabellosem Internetzugang, Tastatur, Speicher und allem, was man braucht, sollte 100 Dollar kosten.

Dieses Versprechen konnte das Projekt nicht einhalten – der Rechner ist deutlich teurer geworden als geplant. Dennoch ist die Massenproduktion Ende letzten Jahres angelaufen, und die ersten Kids haben ihre neuen Geräte erhalten.

OLPC
Der wahre Vater der heute Netbook genannten Geräteklasse ist der Laptop des One-Laptop-per-Child-Projekts OLPC.

Das extreme Medienecho auf das günstigste Notebook der Welt hat Markenhersteller angeregt, ähnliche Notebooks für die bestehenden Märkte zu entwickeln. Mit unterschiedlichem Ansatz natürlich –die ursprünglich beim OLPC geplante Kurbel zur Energieversorgung ist hierzulande ebenso unwichtig wie die für den rauen Schuleinsatz nötige Stabilität oder die Abdichtung gegen Wüstensand und Regen.

Stattdessen fragen Kunden aus Deutschland oder den USA eher nach schnellen WLAN-Verbindungen oder gar integrierten UMTS-Modems, nach hochauflösenden Displays, großem Speicher und SD-Kartenlesern, um unterwegs geschossene Fotos sofort betrachten zu können.

Schlüssel zum Erfolg

Der erste Vertreter der neuen Geräteklasse war der Eee PC von Asus. Als Eee PC 701 4G ist er auch in Deutschland verfügbar. Für 299 Euro erhalten Käufer ein komplett ausgestattetes Mininotebook mit 890 Gramm Gewicht, Webcam, Flash-Speicher, WLAN und Linux-Betriebssystem – kurz: einen vollständigen Rechner, der für Ausflüge ins Internet, für kleinere Büroaufgaben, E-Mails, Skype und Instant Messaging vollkommen ausreicht.

Dafür steht auch der Name: Eee steht für „Easy to learn, easy to work and easy to play“. Das kleine Notebook soll also Lernen, Arbeiten und Spielen möglich machen – und das auf einfache Weise. Für diesen Zweck kommt im Gegensatz zum sonst so weit verbreiteten Windows ein Linux-Betriebssystem mit speziell angepasster Oberfläche zum Einsatz. Es erlaubt eine intuitive Bedienung über Tabs, die Programme für unterschiedliche Aufgaben – eben etwa Internet, Arbeit oder Unterhaltung – zusammenfassen. Darüber hinaus ist die Oberfläche auch an die kleine Displayauflösung des Eee PCs angepasst – Windows-Dialoge beispielsweise sind einfach zu lang, um vollständig auf die Anzeige zu passen.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Vom Billig-Laptop zum Netbook: Winz-Notebooks im Überblick

  • Am 10. November 2008 um 14:11 von Kevin Keller

    Bitte nur Profis schreiben lassen (oder besser recherchieren)
    Die Warnungen die über das Linux OS ausgesprochen werden in diesem Artikel sind geradezu stümperhaft. Besonders IPods lassen sich ganz hervorragend mit Linux sychronisieren. Iphones funktionieren auch, wenn sie für 3. Anbieter frei ist (Jailbreak). Bis Ende das Jahres auch ohne Jailbreak. Die Software für Mp3 Player und besonders IPods wie Banshee oder Amarok übersteigen die Fähigkeiten von ITunes um längen.

    Ich habe bisher für jedes Programm, dass ich brauchte eine Qulitativ hochwertige Linux Alternative gefunden, hinzukommt, dass das Softwareangebot unter Linux sogar noch vielfältiger ist. Warum sollte ich also Windows Programme darauf laufen lassen wollen? Und wenn es wirklich sein müsste, ist der Aufwand mit Crossover Linux oder Cedega inzwischen klein. Wenn man das Beste aus beiden Welten haben will, kann man das entweder selbst konfigurieren oder Software/Service einkaufen, genau wie unter Windows oder Mac.

    Ich sage nicht, dass es vielleicht Anwender gibt auf die ein MAC OS oder ein Linux nicht passt, und die nur Windows wegen spezieller Vorlieben haben wollen, nicht gewarnt sein sollen, sollten sie etwas neues Ausprobieren müssen. Aber dann müssen das schon bitte Warnungen sein, die fundiert sind

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