Aus irgendeinem Grund hat es Logitechs überarbeitete Version der G15-Tastatur letztes Jahr nicht in unseren Test geschafft. Kürzlich tauchte sie dafür zusammen mit einigen High-End-Gaming-PCs im Testlabor auf. Anlass genug, sie einmal dem kompletten Testprogramm zu unterziehen. Und das erweist sich als äußerst glückliche Entscheidung. Denn das neue, knapp 80 Euro teure Modell ist in vielerlei Hinsicht dem Original überlegen.

Design

Wer mit der alten G15 vertraut ist, wird auch das neue Modell sofort erkennen. Es kommt allerdings in einem deutlich schlankeren Design. Statt der vielen Ecken und abgeschrägten Kanten der ursprünglichen Version präsentiert sich die neue G15 mit geschwungenen Kurven und fließenden Linien. Das LCD verfügt nicht mehr über ein Klappscharnier. Es erhebt sich jetzt elegant an der oberen Kante der Tastatur, dauerhaft und an prominenter Stelle.

Logitech hat außerdem die blaue LED-Hinterleuchtung der Tasten durch eine orangefarbene ersetzt. Auch das Display leuchtet nun orange. Das ist im Dunklen einfacher zu erkennen, besonders im Vergleich zum Blau des alten Modells oder etwa der Razer Lycosa.

Die andere große physische Veränderung ist das kompaktere Format. Die Breite der Tastatur wurde von 54,6 auf 49,5 Zentimeter abgespeckt. Dieser Diät sind allerdings zwölf ‚G‘-Tasten, die programmierbaren Hotkeys, zum Opfer gefallen. Statt der 54 Möglichkeiten – 18 Tasten mit drei unterschiedlichen Modi – gibt es jetzt nur sechs G-Tasten mit je drei Modi, also insgesamt 18 programmierbare Befehle.

Diese Reduzierung zugunsten der kleineren Abmessungen lässt sich aber durchaus verschmerzen. Denn 54 separate Makros fallen einem sowieso kaum ein. Und vor allem kann sich der Spieler kaum merken, wo sie denn alle gespeichert sind. Wer trotzdem nicht auf so viel Flexibilität verzichten möchte, sollte lieber beim ursprünglichen Modell bleiben.

Die Software von Logitech ermöglicht es, verschiedene Makros für bestimmte Spiele zu programmieren. Mittels der integrierten Makro-Taste lassen sich zudem Makros während des Spiels aufzeichnen. Logitech hat ebenso dafür gesorgt, dass den G-Tasten eigene Scripts zugeordnet werden können. Und für alle, die mit der Programmiersprache Lua vertraut sind, gibt es in Logitechs Software sogar einen integrierten Script-Editor.

Logitechs Implementierung der hauseigenen Hotkeys ist durchaus gelungen. Doch wie schon beim ursprünglichen Modell ist das wirklich unterscheidende Feature der überarbeiteten G15 ihr „GamePanel“. So nennt sich das 64 Millimeter (2,5 Zoll) große LCD an der Oberkante der Tastatur. Logitech liefert jetzt eine Handvoll kleiner integrierter Mini-Anwendungen für das Display mit. Darunter finden sich einige für „World of Warcraft“ und „Call of Duty 4“ sowie Ventrilo, das beliebte Voice-Chat-Programm.

Neueste Kommentare 

3 Kommentare zu Gaming-Keyboard mit integriertem Display: Logitech G15 Gaming-Tastatur

  • Am 5. Oktober 2008 um 22:29 von David

    Alt/Neu
    Also ich hab mir die tastatur zugelegt kann mich nicht beschweren aber das alte model ist meiner meinung nach besser
    1.Die tasten am display quietschen
    2. weniger g tasten
    3. ist das rädchen für die lautstärke für 2 tasten ersetzt worden…das rädchen war das beste an der tastatur^^

  • Am 8. Oktober 2008 um 01:16 von Diego

    Dr.De.Med.Prof.usw. ;P
    also ich kann mich üebr die tastatur beim besten willen nicht beschweren, ja gut das rädchen war schon cool auf der alten G15 aber ich sterb nicht weil ich jetz drück statt dreh, achja genau @ David: die tastatur hat genauso 18G tasten diesmal nur in drei "M" teile aufgeteilt, find ich besser so, nimmt nicht soviel platz und lässt einen immer die richtige Config griffbereit haben ;9 alles in allem ein top teil!
    p.s.: da quitscht garnichts!!! 😀

  • Am 29. April 2009 um 21:15 von psyhead

    Quietsch leider doch!
    Bin soweit zufrieden. Die alte G15 ist in VodkaEnergie untergegangen. Leider danach defekt trotz mit Wasser gespült.

    Habe die Refresh seit über einem Jahr und kriege jetzt auch das Problem mit den Qietschenden Tasten. Gerade jetzt denke ich, da sitzt eine Maus bei mir unter dem Tisch. Aber nein, das ist die Tastatur.

    Nur weil ich heute mal ein wenig mehr schreibe muss das gute Stück doch nicht gleich anfangen, sich zu beschweren!

    Kulanz!!!

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *