Von außen betrachtet wirkt die Nikon Coolpix S600 durchaus ansprechend. Sie liefert zum Teil auch ganz schöne 10-Megapixel-Aufnahmen. Für circa 290 Euro wird sie derzeit im Handel angeboten. Doch hält ihr Inneres auch, was ihr Äußeres verspricht?

Design

Zugegebenermaßen sieht diese Kompaktkamera ziemlich gut aus. Sie wiegt 130 Gramm und macht mit ihrem schwarzen Gehäuse im Metallic-Finish einen eleganten Eindruck. Bei einer Größe von 89 mal 53 mal 23 Millimetern passt sie problemlos in jede Jackentasche – und zu jedem gesellschaftlichen Anlass.

Auch wenn die S600 wirklich toll aussieht, ist es ziemlich nervig, sie zu bedienen. Viele Merkmale, die mittlerweile bei Schnappschusskameras eigentlich gebräuchlich sind, sucht man bei ihr vergebens. Stattdessen muss sich der Benutzer aufwändig durchs Menü klicken. Jede Auswahl eines Menüpunkts erfordert eine gesonderte Bestätigung.

Eigentlich sollte es klar sein, dass der Fotograf beim Auswählen einer Funktion weiß, was er tun möchte. So muss bei den meisten vergleichbaren Modellen nur zweimal auf den entsprechenden Knopf gedrückt werden, um von ISO 100 auf ISO 200 umzustellen. Bei der S600 ist das fünfmal nötig. Freilich gibt es noch andere Kameras, auf die das zutrifft. Deshalb gibt es hier nur einen kleinen Punktabzug.

Um jedoch ein Menü zu verlassen, das virtuelle Einstellrad oder die Wiedergabe zu beenden, muss man den entsprechenden Knopf erneut drücken. Fast alle anderen Kameras beenden diese Modi, sobald der Auslöser halb gedrückt wird. Unterm Strich verdirbt einem das manchmal wirklich den Spaß am Fotografieren.

Nur bei Makro, Blitz, Selbstauslöser und Belichtung sind separate Einstellungen möglich. Wie bei den meisten Schnappschusskameras erfolgt die Aufnahmeeinstellung über das Menü oder das Display. Mit dem virtuellen Einstellrad lässt sich zu sämtlichen Modi wie Setup, Videoaufzeichnung, Tonaufnahmen, Programmbelichtung (Szenen), Automatik für hohe ISO-Einstellungen sowie die üblichen Automatikmodi navigieren. Über einen Menüknopf kann der Benutzer die Aufnahmeeinstellungen verändern: Auflösung/Bildqualität, Weißabgleich, Belichtungsmessung, Aufnahme (Einzel- oder Serienaufnahme, Best-Shot-Auswahl), ISO-Empfindlichkeit von 100 bis 3200, zahlreiche Farboptionen, Autofokusbereich und -modus.

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