Besitzer von High-End-Notebooks mit großem 17-Zoll-Displays und den neusten Hardwarekomponenten werden sich über das Alienware Area-51 m15x gewaltig ärgern. Schließlich bringt das außerirdische Notebook den kompletten Desktop-Ersatz in einem angenehm kleinen 15-Zoll-Notebookgehäuse unter. Damit der Laptop allerdings wirklich so schnell ist wie ein Desktop-PC, müssen Käufer den Grundpreis von 1255 Euro ordentlich aufstocken. Unser Testgerät kostet satte 3434,34 Euro.

Dafür ist es mit einer nVidia GeForce 8800M GTX ausgestattet. Diese Grafiklösung kam bisher ausschließlich in 17-Zoll-Modellen zum Einsatz. Auch am Prozessor unseres Testgeräts hat Alienware nicht gespart: Im Inneren des m15x taktet ein Intel Core 2 Extreme X9000 mit satten 2,8 GHz.

Während der Hersteller wirklich für starke innere Werte gesorgt hat, können wir am Gehäuse des m15x nicht so viel Gefallen finden. Die grau glänzende Lackierung wirkt etwas billig. Zwar kommt der m15x wie sein großer Bruder Area-51 m9750 mit coolen Beleuchtungseffekten namens AlienFX, die Verarbeitung wirkt aber etwas dürftig. So knackt das Scharnier des Diplays beim Aufklappen. Steht es offen, ist ein Verbiegen des gesamten Displaydeckels durch einen leichten Druck an einer Ecke möglich. Bei einem derart saftigen Kaufpreis hätten wir ein schickeres Gehäuse ohne Knackgeräusche erwartet.

Das wohl Außergewöhnlichste am m15x ist sein Touchpad. Statt eines separaten Bereiches für das Pad hat es der Hersteller vollkommen integriert und mit dem gleichen glänzenden Lack überzogen, der auch das restliche Gehäuse bedeckt. Lediglich an der beleuchteten Umrandung ist zu erkennen, wo es sitzt. Das sieht zwar cool aus, hat aber einen großen Nachteil: Erstens haften die Finger auf dem Glanzlack, und zweitens merkt der Nutzer nicht, wenn er mit seinen Fingern aus dem Touch-Bereich gerät. Um das auszubügeln, liefert Alienware einen Aufkleber mit, den Käufer auf das Touchpad kleben können. Danach soll das Pad laut Hersteller zumindest nicht mehr haften. Auch für die Bedienelemente über der Tastatur zum Einstellen der Lautstärke und zum Aktivieren von WLAN oder Bluetooth setzt Alienware auf berührungsempfindliche Tasten. Sogar der Einschaltknopf des Notebooks reagiert auf Berührungen. Da der Hersteller aber auch hier wieder glänzend überlackiert hat, fällt die Bedienung etwas schwer. Zum einen fehlt eine Rückmeldung der „Knöpfe“, zum anderen reagieren sie in unserem Test nur auf den zweiten oder dritten Tastendruck. Besonders beim Einschaltknopf nervt das mitunter gewaltig.

Dank Beleuchtung von Keyboard, Touchpad-Rand, Logo, Alien-Kopf und Bildschirmrand hat der m15x mehr Lichter als ein Weihnachtsbaum. Das beleuchtete Keyboard kostet allerdings 38 Euro Aufpreis. Für die Steuerung sämlicher Lichteffekte installiert der Hersteller ein Windows-Tool namens Alienware Command Center. Es ermöglicht das separate Einstellen der Farben der verschiedenen Beleuchtungselemente. Im Gegensatz zu Dells XPS M1730 blitzen die Lichter zwar nicht, dafür hat das beleutete Keyboard besonders bei wenig Umgebungslicht einen echten Nutzwert.

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