Für alle, die in letzter Zeit den Markt der digitalen Spiegelreflexkameras nicht verfolgt haben: Es hat ein Wechsel hin zu CMOS-Sensoren stattgefunden. Bei seinem Einstiegsmodell K200D hat Pentax noch einen CCD verbaut. Jetzt ist der Hersteller für sein neues Spitzenmodell, die K20D, zu einem 14,6-Megapixel-CMOS-Chip übergegangen.

Hinsichtlich der Pixelzahl ist sie damit einigen teureren Modellen gegenüber im Vorteil. Canons EOS 40D besitzt einen 10,1-Megapixel-Sensor, Sonys Alpha DSLR-A700 verfügt über einen 12,2-Megapixel-Chip, und selbst Nikons günstige D300 ist nur mit 12,3 Megapixeln dabei. Unsere Meinung ist allerdings: Megapixel sind nicht alles. Es gilt also herauszufinden, was die Pentax K20D sonst noch kann.

Für das Gehäuse der K20D allein fallen rund 850 Euro an. Wer ein 18-bis-55-Millimeter-Objektiv (f/3,5 bis 5,6) dazukauft, muss weitere 100 Euro anlegen.

Design

Das Gesamtdesign des Gehäuses gleicht im Wesentlichen dem der K10D. Sie weisen beide den gleichen vertikalen Griff auf. Pentax hat jedoch den LCD-Bildschirm von 64 Millimetern (2,5 Zoll) auf 69 Millimeter (2,7 Zoll) ausgedehnt.

Ansonsten ergänzt das Gehäusedesign jetzt ein PC-Anschluss. Über ihn lässt sich die Kamera mit einem Studioblitz verbinden. Es war schon überraschend, dass die K10D diesen nicht besitzt. Umso besser, dass er hier vorhanden ist. Allerdings bleibt unklar, wie viele Anwender ihn tatsächlich nutzen.

Die Ähnlichkeit zwischen beiden Gehäusen ist eine gute Sache. Schon bei der K10D fällt das Design nämlich recht angenehm aus. Im Vergleich zu vielen Spiegelreflexkameras des mittleren Segments ist die Bauart deutlich kompakter. Dadurch lässt sich die Kamera leichter transportieren. Es gibt zwei Einstellräder, eines in der Nähe des Daumens und eines für den Zeigefinger. Mit ihnen kann der Benutzer Belichtungszeit und Blende im manuellen Belichtungsmodus einstellen. Diese Lösung scheint bequemer als das System, das bei den meisten Einsteiger-DSLRs verwendet wird.

Pentax hat auch an zahlreiche Schalter und Tasten für verschiedene Funktionen gedacht. Der Benutzer muss also nicht in die Menüs gehen, um häufig gebrauchte Funktionen zu ändern. Was besonders gefällt, ist der AF-Schalter auf der linken Vorderseite des Gehäuses, gleich hinter dem Objektivsitz. Es handelt sich um einen Dreiwegeschalter mit manuellem Fokus unten und Spot-AF oben. Damit lässt sich problemlos auf manuellen Fokus umschalten, um den Autofokus für einen künstlerischeren, selektiven Fokus zu überspringen. Im Funktionsmenü versteckt sich noch eine Handvoll Einstellmöglichkeiten. Doch mit dem Vier-Wege-Wippschalter sind sie nur ein paar Tastendrücke entfernt.

Wie ihre günstigere Cousine, die K200D, ist auch die K20D spritzwassergeschützt. Allerdings geriet die Abdichtung dieser Kamera erwartungsgemäß besser. Die K20D hat 72 Gummidichtungen in ihrem kleinen Gehäuse, um Feuchtigkeit und Staub draußen zu halten. Bei geöffnetem Batteriefach fällt zum Beispiel ein kleiner O-Ring um die Kante der Klappe auf.

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