In der Vergangenheit waren die MP3-Player von Philips funktionell, einfach zu bedienen und lieferten eine ordentliche Leistung. Ihre Schwachstelle war häufig ein Mangel an Funktionen.

Philips‘ neuester Player, der SA2820, stellt sich in eine Reihe mit dem iPod Shuffle, dem SanDisk Sansa Clip und dem Creative Zen Stone Plus. Kann sich dieser MP3-Player für Einsteiger mit einer Speicherkapazität von 2 GByte zum Preis von knapp 40 Euro auf dem hart umkämpften Markt durchsetzen und etablieren?

Design

Ist das winzige OLED-Display ausgeschaltet, reflektiert die glänzende Oberfläche des SA2820 sehr stark. Sollte kein Spiegel zur Hand sein, lässt sich damit problemlos überpüfen, ob die Frisur noch richtig sitzt. Jeder Randstreifen der quadratischen Oberfläche fungiert als Richtungstaste, ähnlich wie beim iRiver Clix. Das erscheint etwas fragwürdig, denn diesem Player entgeht kaum ein Fingerabdruck.

Auf den Außenrändern befinden sich auch herkömmliche Bedienelemente. Es gibt beispielsweise eine spezielle Taste für Sprachaufzeichnungen, dafür auch ein integriertes Mikrofon, einen standardmäßigen Mini-USB-Port zum Akkuladen und selbstverständlich eine 3,5-Millimeter-Kopfhörerbuchse. Anstelle eines Gürtelclips oder etwas Ähnlichem wird ein Umhängeband mitgeliefert. Joggern kommt das nicht sehr entgegen.

Funktionsumfang

Beim Test von Musikhandys, wie etwa dem Sony Ericsson W350i, müssen wir häufig die mangelhafte Unterstützung von Audioformaten kritisieren. Handys werden wohl erst dann zu einer echten Konkurrenz zu reinen MP3-Playern, wenn sie mit ihnen auch bei der Anzahl der unterstützten Audioformate mithalten können.

Leider hat dieser MP3-Player hier das Nachsehen gegenüber vielen Musikhandys. Denn er erkennt nur Dateien im MP3-, WAV- und WMA-Format – und obendrein nur ungeschützte WMAs. Wer ein Abo bei Napster oder einem ähnlichen Anbieter hat, kann mit diesem Player nichts anfangen.

Dafür lässt sich mit dem integrierten Voicerekorder die eigene Stimme aufzeichnen. Die Aufnahme wird dann als Mono-WAV-Datei gespeichert. Es überrascht nicht weiter, dass es keine Buchse für ein externes Mikrofon gibt.

Schließlich kommt noch hinzu, dass der preisgünstigste der neuen Philips-Miniplayer kein integriertes UKW-Radio besitzt. Im Gegensatz dazu bietet der Zen Stone Plus von Creative mit 2 GByte Speicher zu einem ähnlichen Preis sowohl ein UKW-Radio als auch Unterstützung für geschütztes WMA und Audible-Hörbücher.

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