Dem ersten Eindruck nach scheint die Sony Cybershot DSC-W170 identisch mit ihrem jüngeren Zwilling, der W150. Wäre da nicht die kleine Gravur „10.1 Megapixel“ auf der Vorderseite der W170, ließe sich kein Unterschied erkennen. Trotz einiger anfänglicher Enttäuschung stellt sich aber heraus, dass doch mehr an dieser circa 200 Euro teueren Schnappschusskamera dran ist.

Design

Die W170 gibt es entweder in Kirschrot oder in Silber mit einer gebürsteten Metalloptik. Auf der Vorder- und Rückseite fällt sie ziemlich schlicht aus. Ein etwas erhöhter Rahmen umgibt Display und Sucher. Das lässt sie etwas klobig wirken. Der Sucher ist klein, und das Display bleibt verwirrenderweise eingeschaltet, wenn man ihn benutzt. Er ist jedoch angenehm scharf und folgt der Zoom-Funktion.

Die Bedienelemente liegen dicht gedrängt nebeneinander. Das 69-Millimeter-Display (2,7 Zoll) mit 230.000 Bildpunkten ist dennoch groß genug. Aber ein dicker Rahmen drängt die Bedienelemente zu weit zur Seite. Außerdem sind mindestens zwei Knöpfe zu viel vorhanden: eine spezielle Taste zum Starten von Diashows, die auch einfach eine Option im Wiedergabemenü sein könnte, und eine Menü-Taste für die Aufnahmeoptionen. Letztere ist eigentlich ganz nützlich. Doch hätte diese Funktion auch auf der OK-Taste in der Mitte des Clickpads Platz. Denn die bleibt im normalen Modus völlig ungenützt.

Dafür gibt es keine Lösch-Taste. Das Löschen ist vielmehr die erste Option im Wiedergabe-Menü. Der Benutzer muss also einmal zusätzlich drücken. Und das Suchen nach dem kleinen Mülleimer-Symbol bereitet anfangs zusätzliche Schwierigkeiten. Immerhin ist die nützliche Möglichkeit vorhanden, mehrere ausgewählte Bilder oder alle Bilder, die am selben Tag aufgenommen wurden, zu löschen. Das erscheint durchaus raffinierter als die Option, einfach alle zu löschen.

Flache Schaltwippen wie die für den Zoom sind unerträglich. Das gilt erst recht, wenn sie so klein und träge ausfallen wie diese. Angesichts der enttäuschenden physischen Bedienelemente wirken die Menüs hervorragend. Die gewählten Optionen klappen aus einer Seitenleiste auf. Das bietet auf dem Bildschirm Platz für einfache Funktionserklärungen und eine Vorschau der vorgenommenen Einstellung.

Funktionen

Neben dem Sucher bietet die W170 eine Reihe von Funktionen, die sich bei vielen anderen Kompaktkameras nicht finden. Sie bringt ein vielseitiges optisches 5-fach-Zoomobjektiv mit einer hinreichenden Fokuslänge von 28 Millimetern (Kleinbildäquivalent) mit. Aber wie erwähnt kommt die Zoom-Wippe dieser Funktion in die Quere.

Auch eine Gesichtserkennung ist vorhanden. Der Trend zu aufgemotzten Gesichtsverfolgungsfunktionen setzt sich also fort. Intelligente Motiverfassung folgt einem Gesicht, während es sich im Bild umherbewegt. Auf diese Weise lassen sich Bilder neu komponieren. Der Benutzer hat darüber hinaus die Möglichkeit, die Gesichter von Kindern oder Erwachsenen bevorzugt zu behandeln. All diese Optionen gibt es auch für lächelnde Gesichter. Damit kann der Fotograf beispielsweise auf grinsende Kinder fokussieren. Darüber hinaus lässt sich die Empfindlichkeit des Auslösers bei lächelnden Gesichtern anpassen. Es bleibt jedoch unklar, wozu das gut sein soll.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Unscheinbar, aber flexibel: Sony Cybershot DSC-W170

  • Am 9. Mai 2009 um 15:06 von Laziale

    Sony DSC-W170
    Ich war überhaupt nicht zufrieden! Sobald ich die Bilder auf dem Rechner sah, war nicht ein Einziges scharf! In jedem Foto gibt’s doch wohl zumindest einen scharfen Punkt – bei über 50 Bildern war da nichts zu finden.
    Nun probiere ich’s bei Canon, da ich letztens am Meer festgestellt habe, dass ich unbedingt einen Sucher brauche: Das Licht war so grell, dass ich auf dem Bildschirmchen rein gar nichts sehen und daher einfach nur draufhalten konnte.

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