Wer sich mit dem iRiver Clix oder seinem Nachfolger, dem Clix 2 beschäftigt hat, muss förmlich davon ausgehen, dass der nun erschienene Lplayer der offizielle Nachfolger der Serie ist. Doch das stimmt nicht – der offizielle Nachfolger hört auf den Namen iRiver Spinn.

Macht nichts, die Verwechslung sei verziehen. Schließlich sehen sich die Geräte sehr ähnlich – und auch die D-Click genannte Bedienung ist identisch. Dabei gibt es keine Tasten zur Navigation durch die Menüs. Stattdessen drückt der Nutzer die obere Hälfte des Gehäuses nach links, rechts, oben oder unten.

Design

Wie bereits erwähnt, kommt beim Lplayer die D-Click-Bedienung zum Einsatz. Das ist klasse – denn eine so logische, einfache und intuitive Menüführung ist bei mobilen MP3-Playern selten. Als das System damals mit dem iRiver Clix eingeführt wurde, konnte der Hersteller etliche Fans gewinnen.

Der Lplayer macht einen soliden Eindruck, ohne zu schwer zu sein. Er wirkt definitiv stabiler als seine früheren Brüder. Außerdem gibt es nun endlich eine Standard-USB-Buchse anstelle des proprietären Anschlusses früherer Modelle. Das ist praktisch, wenn einmal das Kabel verloren geht.

Darüber hinaus hat der Lplayer ein extrem scharfes 2-Zoll-Display mit einer Auflösung von 320 mal 240 Pixeln erhalten. Zum Videoplayer im Stil eines iPod Touch wird er damit zwar nicht, aber die Menüs sehen erstklassig aus – und auch einen kurzen Clip kann man sich durchaus ansehen. Auch kleine Texte sind scharf.

Ausstattung

Der neue iRiver unterstützt eine ordentliche Liste an Formaten. Auf der Audio-Seite klappt die Wiedergabe von MP3, WMA, OGG, FLAC und ASF – mit WAV-Dateien kann der Lplayer hingegen nichts anfangen. Scheinbar kommt das Gerät auch nicht mit Audible-Hörbüchern zurecht, doch das konnten wir zum Zeitpunkt des Tests nicht nachprüfen. Podcasts funktionieren, allerdings ist dafür die mitgelieferte Software „Podcast Ready“ nötig.

Wie schon angesprochen, spielt der Lplayer auch Videos ab – es braucht allerdings einige Tricks, um die Dateien auf den Player zu bekommen. Hardwareseitig ist Unterstützung von XviD, WMV9 und MPEG-4 in diversen Bitraten gegeben. Beim Konvertieren und Übertragen hilft der Windows Media Player. Allerdings mehr schlecht als recht: Bei einem kurzen Test kann der Lplayer ein Video von sechs übertragenen erfolgreich darstellen. Dafür ist immerhin die Darstellung von Fotos kein Problem.

Wer das Videoproblem umgehen möchte, kann die mitgelieferte Software iRiver Plus 3 installieren. Damit übertragene Dateien laufen in der Regel – in unserem Test 27 von 30.

Darüber hinaus gibt es ein UKW-Radio. Auf Wunsch nimmt das Gerät die Songs auch digital auf und speichert sie in seinem Flash-ROM ab. Auch Sprachaufzeichnungen sind möglich. Für diesen Zweck ist ein angenehm empfindliches Mikrofon an Bord.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu iRiver Lplayer: kleiner MP3- und Videoplayer mit tollem Display

  • Am 20. März 2009 um 16:16 von Martin

    iRiver – ein paar nervige Details
    Habe den LPlayer vor 6 Monaten in Korea gekauft und im algemeinen zufrieden. Dennoch moechte ich hier auf ein ein paar Maengel hinweisen:
    1. Bei Tageslicht ist das Display fast nicht ablesbar
    2. Man kann – typisch für iRiver – keine Playlists erstellen. Bei meinem alten H140-Player von iRiver konnte man zumindest das darauffolgende Lied bereits auswaehlen, so dass es nahtlose Uebergaenge gab. Geht hier nicht mehr. Man kann alternativ aber seine Songs bewerten und dann nur die Besten abspielen. Ziemlich umstaendlich…
    3. Der LPlayer sortiert die aufgespielten Dateien bzw. Ordner NICHT alphabetisch, sondern zeigt sie in der Reihenfolge an, in der sie auf den Player kopiert wurden. DAS STOERT WIRKLICH SEHR, besonders wenn man die 8GB voll nutzt.
    4. Nachdem neue Dateien auf den LPlayers gespielt wurden, aktualisiert dieser seine interne Datenbank. Das dauert relativ lange, jedenfalls kommt es einem so vor. Ich schaetze, es sind letzlich nicht mehr als 30s. Trotzdem!
    5. Die Bedienung ist relative einfach, allerdings auch relativ langsam. Oft kann der LPlayer dem flotten Tastendruck nicht folgen, er bremst den User sozusagen runter, zwar auf ein ertraegliches Niveau, trotzdem fuehlt man sich gebremst, als haette mam es mit einer aelteren Technologie zu tun.

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