Eigentlich verwunderlich, dass Kameras nicht mittlerweile standardmäßig mit drahtlosen Übertragungsmöglichkeiten ausgerüstet sind – zumal zahlreiche Handys über Bluetooth- und zunehmend auch WLAN-Unterstützung verfügen. Die Nikon Coolpix S52c folgt diesem Trend: Die 9-Megapixel-Schnappschusskamera ermöglicht drahtloses E-Mailing, das Hochladen von Bildern sowie automatische Sicherungskopien. Sie ist jetzt für rund 290 Euro erhältlich.

Design

Die S52c bringt einen gigantischen 76-Millimeter-LCD-Bildschirm (3 Zoll) im Metallrahmen mit. Nikon nennt die Farbe Schwarzviolett. Auch wenn sie jeder, der die Kamera sieht, für Braun hält.

Die Digicam hat ein ähnlich kurviges Profil wie die schicke S51c, die sich auf der Vorderseite wellenförmig von rechts nach links verjüngt. Der gängigen Meinung zufolge sollten Kameras jedoch auf der linken Seite etwas dicker sein, damit die rechte Hand sie besser halten kann. Die glatte Oberfläche und die fehlende Ablage für den Daumen auf der Rückseite lassen einhändiges Fotografieren zu einer rutschigen Angelegenheit werden. Die einhändige Bedienung ist jedoch bei Kameras wie dieser durchaus wichtig. Denn ihr Objektiv sitzt oben rechts. Beim beidhändigen Fotografieren nimmt damit die Wahrscheinlichkeit zu, dass ein Finger ins Bild ragt.

Der Wippschalter für den Zoom fällt für große Daumen etwas zu klein aus. Dafür reagiert er aber angenehm solide. Zu den weiteren Bedienelementen zählen die üblichen Modus- und Menü-Tasten, die Wiedergabe- und die Löschtaste. Auf der Oberseite gibt es eigene Tasten für die Gesichtserkennung und die E-Mail-Funktion.

Nikons Scrollräder funktionieren generell sehr gut. Denn sie haben das richtige Verhältnis von Reaktionsfreude und Feinsteuerung. Das Scrollrad dient hier zudem als Clickpad für den Zugriff auf die üblichen Optionen wie Blitz, Selbstauslöser und Makro. Das Rad lässt sich auch dazu benutzen, E-Mail-Adressen und andere Informationen einzugeben. Der Benutzer navigiert damit rasch durch eine Bildschirm-QWERTZ-Tastatur.

Funktionsumfang

Das beste Verkaufsargument der S52c ist ihre WLAN-Funktionalität. Dadurch übertägt sie Bilder per E-Mail oder lädt sie hoch. Das ist eine so tolle Idee, dass man sich fragt, warum nicht jede Kamera damit ausgestattet ist – das kann heute schon fast jedes Handy. Allerdings unterliegt die S52c hier auch einigen Beschränkungen. Zum Beispiel arbeitet sie nicht mit dem WLAN in den Redaktionsräumen oder manchen öffentlichen Netzen zusammen. Es fehlt ein Browser, über den der Nutzer den Geschäftsbedingungen zustimmen könnte.

Letztendlich funktioniert die Kamera am besten, wenn sie ins heimische WLAN eingebunden wird. Bei öffentlichen Netzen erzielt sie wechselnde Erfolge. Außerdem arbeitet sie direkt nur mit Nikons Fotoportal My Picturetown zusammen.

My Picturetown ist freilich keine schlechte Option. Der Anwender kann hier problemlos Fotos mit der Familie und Freunden tauschen. Picasa- und Flickr-Nutzer werden jedoch nicht gern wechseln wollen. Fotos lassen sich per E-Mail auf Blogs oder andere Foto-Sites hochladen, die E-Mail-Uploads unterstützen, etwa Flickr.

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