Sonys SXRD-Technologie ist imposant. Der VPL-VW200 arbeitet damit. Doch das Problem: Er kostet über 10.000 Euro. Daher ist die Einführung seines kleinen Bruders VPL-VW40 so spannend. Denn auch er kommt mit SXRD, Sonys Version von LCoS, und das zu einem weitaus annehmbareren Preis: nämlich schon ab 2100 Euro.

Stärken

Der VW200 ist wirklich ein ansehnlicher Projektor. Und auch wenn der VW40 nicht ganz so attraktiv daherkommt, sieht er immer noch mächtig gut aus. Seine elliptische Form mit dem großen, zentral montierten Objektiv und dem zweifarbigen Finish in Weiß und Grau macht ihn zu einem echten Blickfang.

Auch seine Anschlussmöglichkeiten überzeugen. Dazu zählen unter anderem zwei HDMI-Eingänge und ein 12-Volt-Ausgang, um motorisierte Leinwände anzusteuern. Einer der Hauptvorteile der SXRD-Technologie liegt in der Anzahl der Pixel, die sie auf wenig Platz unterbringt. So erscheint es nicht überraschend, dass der VW40 die Full-HD-Auflösung von 1920 mal 1080 Pixeln schafft.

Andere Spezifikationen, die auf dem Papier stehen, sind ebenfalls beeindruckend. Insbesondere das angegebene Kontrastverhältnis von 15.000:1 und Sonys Verarbeitungsmodus 24p True Cinema für die verbesserte Wiedergabe von reinen 1080p/24 Blu-ray-Quellen versprechen viel.

Beim VW40 fehlen unvermeidlich einige der wirklich innovativen High-End-Bildoptionen, über die der VW200 verfügt. Dennoch besitzt er immer noch mehr als genug Trümpfe, um den durchschnittlichen Heimkinofan glücklich zu machen. Beispielsweise verbessert eine Auto-Iris-Funktion die Schwarzwerte. Es gibt auch die Möglichkeit, die Gamma-Einstellungen mittels der PC-Software Image Director 3 feinzujustieren.

Glücklicherweise haben die Entwickler die wichtigsten Vorteile der SXRD-Technologie vom VW200 überraschend gut auf das weitaus niedrigere Preissegment des VW40 übertragen. Was besonders erstaunt, ist die Bildschärfe. Bei HD-Quellen sorgt der Projektor dafür, dass nicht ein einziges Pixelchen zwischen der Quelle und der Leinwand verloren geht. Ebenso liefert er dramatische, oft atemberaubende Ergebnisse bei Sequenzen wie den Venedig-Szenen in „Casino Royale“ auf Blu-ray.

Was noch besser ist: Die herausragende Schärfe wird durch keinerlei Videorauschen begleitet. Weder Körnigkeit noch Dot Crawl, Skalierungsartefakte, Bewegungsunschärfe oder Technologie-Probleme wie der Regenbogeneffekt bei DLP oder der Fliegengittereffekt von LCDs stören das Bild. In diese perfekt klare Projektion kann der Betrachter förmlich eintauchen.

Der VW40 erzeugt auch solide Schwarzwerte, vorausgesetzt, man reduziert die Helligkeitseinstellungen. Die Farben profitieren von einigen wirklich feinen Tönen und Übergängen. Und schließlich leistet die eingebaute Videoskalierung des VW40 gute Arbeit, wenn sie Inhalte in Standardauflösung auf die 1080p-Auflösung des Projektors hochrechnet.

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