Zugegeben, die Informationen rund um den E-Book-Reader Kindle und seine Markteinführung in Deutschland sind Gerüchte. Auf Nachfrage erhielt CNET.de von Amazon das folgende Statement: „Amazon.de hat keinerlei Ankündigungen gemacht, wann der Kindle in anderen Ländern angeboten wird. Bei den in der Presse genannten Terminen handelt es sich um reine Medienspekulationen. Der Kindle ist derzeit nur bei Amazon.com erhältlich. Wir wissen aber, dass viele Kunden auch außerhalb der USA daran interessiert sind, den Kindle zu kaufen, und dementsprechend wollen wir den Kindle auch in anderen Ländern zur Verfügung stellen. Ankündigungen zum Wann und Wo haben wir noch nicht gemacht.“

Auch von Vodafone gibt es keine weiteren Informationen. Der Mobilfunkanbieter steht unter Verdacht, mit Amazon zu kooperieren – schließlich ermöglicht der Kindle den Zugriff auf Zeitungen, Zeitschriften, Blogs und den E-Book-Store von Amazon über das Handynetz. „Dazu können wir derzeit nichts sagen“, heißt es aus der Presseabteilung von Vodafone.

Dennoch: Die Gerüchte spitzen sich zu. Der Kindle kommt nach Deutschland – also werfen wir einen näheren Blick auf das Gerät. Unsere US-Kollegen von CNET.com hatten den E-Book-Reader bereits im Test.

Design

Der E-Book-Reader von Amazon wiegt knapp 300 Gramm – also so viel wie eine große Tafel Schokolade oder ein Gameboy der ersten Generation. Zumindest deutlich größer als die tragbare Nintendo-Konsole ist er allerdings: Er misst 19 mal 13,5 Zentimeter bei einer Bauhöhe von knapp 1,8 Zentimetern. Die Abmessungen kommen hauptsächlich dem 6 Zoll großen E-Ink-Display zugute, das die Vorderseite dominiert.

Zum Schutz ist der Kindle in eine Hülle eingefasst. Das Gerät wirkt darin fast wie in einem Bucheinband – nur ist der leider etwas zu klobig. Außerdem sitzt der E-Book-Reader nicht sonderlich gut in seinem Umschlag. Immerhin, man kann den Kindle aus seiner Hülle nehmen – allerdings wirkt er ohne Schutz doch etwas zerbrechlich. Noch dazu sollte man bedenken, dass das Gerät mit umgerechnet 245 Euro ein gutes Stück teurer ist als ein gedrucktes Buch.

Das Design des Kindle ist okay. Wer ihn zum ersten mal sieht, sagt „Hey, das ist ja cool! Was ist das?“. Viele halten ihn auch für einen übergroßen Blackberry. Schuld daran ist wohl die Tastatur unter der großen Anzeige. Einen besonders hochwertigen Eindruck macht das Gehäuse übrigens nicht. Nicht, dass es schlecht verarbeitet wäre, aber es besteht einfach großflächig aus einfachem, hellem Plastik.

Die Kommunikation mit der Außenwelt erfolgt zum einen über Mobilfunknetze – doch dazu später mehr. Zum anderen stehen ein SD-Kartenslot zur Aufnahme von Speicherkarten und ein USB-Port zur Verfügung. Den Akku kann der Kunde im Notfall selbst wechseln – daran sollte sich Apple ein Beispiel nehmen.

Apropos: Der Akku hält bei eingeschaltetem Funk etwa zwei Tage. Wer die Handyverbindung abschaltet, kann bis zu einer Woche lesen.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Kindle: Amazons E-Book-Reader kommt nach Deutschland

  • Am 28. September 2008 um 21:13 von JH

    Amazon Kindle – Markieren, etc.?
    Eine Frage hätte ich noch zum Amazon Kindle.
    Kann man auf den jeweiligen "Buch"seiten markieren, highlighten, anstreichen, Notizen machen, etc.? Wird das dann mitgespeichert?
    Im Voraus vielen Dank für weitere Info.
    JH

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