Unsere britischen Kollegen haben es mal wieder geschafft: Sie haben bereits das 8-Megapixel-Handy Samsung i8510 aufgetrieben und ausführlich getestet. Das Ergebnis präsentieren wir exklusiv auf Deutsch. Allerdings nennt Samsung Deutschland derzeit auch auf Nachfrage noch keinen Preis. Wir rechnen damit, dass das Samsung-Smartphone noch ein gutes Stück teurer sein dürfte als das Nokia N95 (8 GByte).

Apropos: Auf den ersten Blick erinnert das Smartphone stark an das N95. Es ist ebenso schwarz, klobig, viereckig und vollgestopft mit Funktionen. Wer näher hinsieht, erkennt allerdings das typische Samsung-Design.

Wenn wir Nokia wären, würden wir die Konkurrenz aus Südkorea genau beobachten – denn so nah wie das i8510 kam bislang noch kein Handy an die Professionalität und Ausgereiftheit eines finnischen Designs heran. Doch das reicht noch nicht – auch ansonsten hat der Alleskönner von Samsung so viel zu bieten, dass sogar überzeugte Nokia-Käufer über einen Wechsel nachdenken könnten.

Design

Das i8510 macht einen erstaunlich soliden Eindruck. Ein sanft arbeitender Slider-Mechanismus hält die beiden Hälften des Smartphones zusammen. Das Display sticht ins Auge, könnte aber durchaus etwas schärfer sein. Vor allem beim Betrachten von Videos fällt die mangelnde Detailtiefe auf.

Zur Navigation durch die Menüs stehen mechanische Tasten und ein kleines Touchpad in der Mitte zur Verfügung. Während die mechanischen Tasten gut erreichbar sind und einwandfrei arbeiten, sorgt das Touchpad gelegentlich für Ärger. Häufig aktiviert man eine Funktion ungewollt. Darüber hinaus ist die Bedienung etwas schwerfällig – lediglich beim Surfen im Netz ist sein Einsatz sinnvoll, um nämlich durch Webseiten zu scrollen. Im Gegensatz dazu kann die vom Slider verdeckte Telefontastatur voll und ganz überzeugen.

Die 8-Megapixel-Kamera ist das unangefochtene Highlight des Handys. Sie wirkt wie eine echte Kompaktkamera – inklusive Linsenschutz, der sich beim Start der Fotoapplikation automatisch öffnet und beim Beenden wieder schließt. Leider fehlt der Kamera ein echter Xenon-Blitz. Stattdessen hat der Hersteller zwei Foto-LEDs auf der Rückseite angebracht. Im Nahbereich reicht die Beleuchtung aus, doch alles, was ein paar Meter entfernt ist, bleibt dunkel.

Darüber hinaus überzeugt und das i8510 mit seiner 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse zum Anschluss eines Standard-Kopfhörers. Ganz ohne Kritik geht es aber nicht: Wie auch beim Nokia N95 sitzt die Buchse auf der Seite und nicht oben. Das nervt in der Praxis – denn der Stecker steht in der Hosentasche ein gutes Stück vom Gerät ab.

Ausstattung

Zugegeben: Im Vergleich zur restlichen Ausstattung des i8510 ist die 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse nur ein winziger Bestandteil. Was wirklich zählt, ist die Kamera. Mit 8-Megapixel-Sensor, Autofokus und einer ganzen Reihe an Optionen wie einem coolen Panoramamodus, Gesichtserkennung oder Lächelerkennung setzt sie in einem Mobiltelefon Maßstäbe.

Für den Panorama-Modus beispielsweise wählt der Benutzer diese Option, drückt auf den Auslöser, und folgt den Anweisungen auf dem Display. Dort verrät das Samsung-Handy, wohin man sich drehen muss – und löst dann im richtigen Moment selbstständig aus. So ist also für eine 180-Grad-Aufnahme lediglich ein Tastendruck nötig.

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