Im Februar 2008 hatte Polaroid erstmals seinen Minidrucker angekündigt – seit Ende Juli 2008 ist er auch im Laden erhältlich. Anders als die meisten Printer zu Hause druckt der Mini nicht mit Tinte, sondern nutzt Zinks Zero-Ink-Technik – er kommt also völlig ohne Tinte aus. Der Hobbyfotograf braucht somit keine Tanks wechseln, gedruckt wird auf Spezialpapier, das mit unterschiedlichen Kristallen beschichtet ist. Beim Drucken werden sie erhitzt und die Farben dadurch sichtbar.

Design

Party, Urlaub oder Hochzeit – der PoGo passt auf jeden Fall noch in die Tasche, um bei dem Event dabei zu sein – schließlich ist er gerade mal so groß und dick wie eine gut gefüllte Brieftasche. Und mit 230 Gramm auch verhältnismäßig leicht. Wer auch das Akkuladegerät mitnehmen will, hat allerdings zu schleppen: Es wiegt nämlich noch mal so viel und ist sogar noch einen Tick größer als der Minidrucker selbst – braucht also extra Platz in der Tasche.

Knöpfe und Anschlüsse sind überschaubar: So finden sich an den Seiten der Anschluss für den Akku zum Laden an der Steckdose, ein Einschalter und ein USB-Anschluss. USB dient dem Anschluss einer Digitalkamera. Alternativ ist die Verbindung zum fotografierenden Gerät via Bluetooth möglich – über die Verbindung informiert eine grüne LED-Leuchte. Sie trägt allerdings nicht das allgemein übliche Bluetooth-Zeichen, sondern ein Symbol mit Ausrufezeichen in einem Dreieck. Das ist anfangs ein bisschen verwirrend – zumal die Anzeige auch noch andere Funktionen hat.

Die „Bedienungsanleitung“ hilft übrigens kaum weiter. Sie besteht gerade mal aus einem DIN-A4-Blatt, das zeigt, wie der Drucker funktionieren soll. Dabei kommt die Beschreibung komplett ohne Text aus – was durchaus zu Rätselraten führt, beispielsweise wenn es darum geht, Handy und Printer erstmals zu verbinden. Ist das schließlich trotzdem geglückt, muss der Nutzer noch die Papierkassette füllen. Um das beschichtete Papier für die Abzüge einzulegen, drückt er einen Knopf an der Seite. Der öffnet eine Klappe und die Papiere lassen sich mit einer blauen Testkarte nach unten einlegen. Anschließend kalibriert sich der Drucker selbst. Dazu nutzt er das jedem Stapel beiliegende blaue Kärtchen, das mit einem Strichcode versehen ist. Die Kalibrierung dauert etwa eine halbe Minute, sie ist fertig, wenn der PoGo die blaue Karte ausgespuckt hat. Erst dann kann der Anwender mit den eigentlichen Ausdrucken loslegen bzw. weitermachen. Der Schacht fasst jeweils einen Zehnerpack – auf einer Party oder gar auf einer Hochzeit bedeutet das Nachfüllstress.

Zum Lieferumfang gehören 10 Blatt wasserfestes Fotopapier mit abziehbarer Klebefolie. Das ist nicht nur auf Hochzeiten praktisch, es freut vor allem Schulkinder, die damit ihr Fahrrad, ihren Schreibtisch und ihren Schulranzen verschönern. Wer Nachschub braucht: Das Spezialpapier ist als 10er-Paket für 3,99 Euro und als 30er-Paket für 8,99 Euro zu haben. Somit kostet ein Fotodruck zwischen 30 Cent und 40 Cent – was nicht ganz billig ist. Zum Vergleich: Printabzüge aus dem Fotolabor sind schon für unter 10 Cent zu haben – allerdings ohne Klebefolie auf der Rückseite. Und eben nicht sofort.

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