Als Windows-basierter Konkurrent des Macbook Air konnte das Lenovo ThinkPad X300 punkten – denn im Gegensatz zum flachen Apple-Notebook müssen Anwender auf quasi nichts verzichten. Es hat SSD, ordentliche Leistung, drei USB-Ports und DVD-Brenner in einem Gehäuse, das keine zwei Zentimeter dick ist. Nun legt der Hersteller mit dem X301 nach und verbaut die aktuelle Prozessortechnik von Intel, die für mehr Power sorgt.

Design

Das ThinkPad X301 kommt mit dem gleichen 13,3-Zoll-Display wie sein Vorgänger, das X300. Auch Größe und Gewicht stimmen überein: Das flache Notebook ist knapp 1,8 Zentimeter dick und bringt 1,5 Kilo auf die Waage. Abgesehen vom neu hinzugekommenen DisplayPort gleicht das Gehäuse dem des Vorgängers wie ein Ei dem anderen – bis hin zum eingebauten DVD-Brenner.

Die großen Änderungen findet man innerhalb des Gehäuses: Lenovo spendiert seinem flachen Flaggschiff die neueste Centrino-2-Plattform von Intel – mit dem brandneuen Ultra-Low-Voltage-Prozessor Core 2 Duo SU9400. Die neue CPU sorgt für ordentlich Dampf. Das zeigt sich auch in den Benchmarks, wo das X301 seinen Vorgänger deutlich abhängen kann. Den größten Unterschied gibt es übrigens bei der Akkulaufzeit – hier setzt Lenovo Maßstäbe. Der einzige Haken ist der hohe Preis. Für Deutschland hat Lenovo noch keine Angaben darüber gemacht, in den USA geht es los bei 2605 Dollar – das entspricht knapp 1800 Euro. Unabhängig davon gibt es ohnehin kaum Alternativen – denn das Gerät ist voll ausgestattet und trotz seiner kleinen Abmessungen und des geringen Gewichtes nahezu kompromisslos.

Wie alle ThinkPads kommt auch das ultraportable X301 mit einem eckigen schwarzen Gehäuse, in dem ein solider Rahmen steckt. Wie gehabt findet sich über der Tastatur ein blauer ThinkVantage-Button, darunter sitzt ein Fingerabdruckleser und im Deckel des Displays eine LED, die die Tasten im Dunkeln beleuchtet. ThinkPad-Fans dürften sich über kleinere Neuerungen freuen – so leuchten die ThinkVantage-, Power- und Mute-Tasten, wenn man sie drückt. Die Vorderseite ist nun frei von jeglichen Tasten und Anschlüssen.

Ausstattung

Im Displaydeckel befinden sich neben der LED eine 1,3-Megapixel-Webcam und ein digitales Mikrofon mit Rauschunterdrückung. Beide sind für Videotelefonie übers Internet gedacht. Das nicht spiegelnde Display selbst zeigt Inhalte mit 1440 mal 900 Pixeln und ist schärfer als das des Macbook Air. Allerdings wirken Text und Icons bei der hohen Auflösung kleiner, als man es vermutet. In der Praxis führt das dazu, dass man die Schriftgröße für Webseiten etwas größer stellt und Dokumente mit Zoom bearbeitet – daran gewöhnt man sich aber schnell. Schließlich hat die hohe Auflösung auch Vorteile: Beim Multitasking passen mehr Programme gleichzeitig ins Bild, und nach Feierabend überzeugt die Anzeige mit einer extrem scharfen Wiedergabe von Videos und Filmen.

Ultraportable Notebooks stehen und fallen mit ihrer Tastatur. Wenn das Tastenfeld zu klein ausfällt, ist „normales“ Arbeiten einfach nicht möglich. Kein Problem bei Lenovo: Im X301 sitzt die gleiche Tastatur wie in den etwas größeren ThinkPad-Modellen mit 14- oder 15-Zoll-Anzeige. Kurz und knapp: Das Tastenfeld ist hervorragend.

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