Offensichtlich ist Canon zu dem Schluss gekommen, dass der Markt für Spiegelreflexkameras im unteren Preissegment genügend Spielraum für zwei Kameras bietet. Die äußerst erfolgreiche EOS 400D musste der etwas hochwertigeren EOS 450D und der 450 Euro teuren EOS 1000D Platz machen. Doch um was geht es dabei? Handelt es sich um eine technische Weiterentwicklung – oder eher um ein Angebot für Schnäppchenjäger?

Stärken

Bei der Entwicklung der EOS 1000D hat Canon nach eigener Aussage Wert darauf gelegt, dass die Kamera den Preisrahmen nicht sprengt und gleichzeitig einfach zu bedienen ist. Beides scheint recht gut gelungen. Wie für die EOS-Serie typisch, hat auch die 1000D ein klar strukturiertes und einfaches Bedienungslayout. Wichtige, häufig verwendete Funktionen, zum Beispiel Weißabgleich und ISO-Einstellungen, lassen sich mit nur einer Fingerbewegung bedienen. Auch wenn der Preis etwas happig wirkt, der übliche Händlerrabatt bringt die 1000D auf dasselbe Niveau wie die bewährte D60 von Nikon.

Die EOS 1000D bringt genau wie ihr Vorgängermodell 400D einen 10-Megapixel-CMOS-Sensor mit. Auch beim Gehäuse ist eigentlich kein Unterschied zu erkennen. Was hat sich Canon also dabei gedacht? Pauschal lässt sich sagen, dass die 1000D zwar recht ähnlich aussieht, in mancherlei Hinsicht jedoch klare Verbesserungen gegenüber der 400D aufweisen kann.

Dazu gehört unter anderem die Live-View-Funktion. Diese Technik erleichtert es, Bildkompositionen direkt auf dem LCD festzulegen, statt mit dem Sucher. Zwar gibt es auch hier das für Live-View-Systeme von digitalen Spiegelreflexkameras typische Spiegelklirren und Blendengeschiebe. Dennoch ist diese Funktion praktisch und funktioniert gut.

Zur 1000D gehört auch ein 18 bis 55 Millimeter messendes Canon-Objektiv (29 bis 88 Millimeter Kleinbildäquivalent) mit optischer Bildstabilisierung. Laut Hersteller bietet das Objektiv einige Vorteile bei der Einstellung der Verschlussgeschwindigkeit. Es funktioniert auch tatsächlich sehr effektiv, aber leider nicht idiotensicher, wie das eben für alle Bildstabilisierungssysteme gilt. Wohl nicht jeder Anwender wird also in den Genuss dieser Vorteile kommen.

Eine weitere Verbesserung steckt im LCD. Das Display misst nur 64 Millimeter. Es gehört somit nicht zu den ganz großen. Dafür ist es absolut klar und hell. Das Display der alten EOS 400D wirkt im Vergleich dazu geradezu düster.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Mittelprächtiges DSLR-Einsteigermodell: Canon EOS 1000D

  • Am 14. September 2010 um 21:57 von Heinz Weihing

    Teilweise kein Ausdruck von Datum und Uhrzeit
    Warum teilweise kein Datum und Uhrzeit auf den Fotos?
    Vom Händler bekomme ich kein eindeutige Aussage???
    Auf manchen Fotos kommt der gewünschte Ausdruck ohne
    andere Einstellungen?
    Der Händler sagt das macht die Canon EOS 1000D nicht!

    • Am 5. Oktober 2010 um 19:31 von Stefan Möllenhoff

      AW: Teilweise kein Ausdruck von Datum und Uhrzeit
      Hallo Heinz,

      laut Handbuch ist es definitiv möglich, Datum und Uhrzeit mit den Fotos ausdrucken zu lassen. Allerdings funktioniert das wohl nicht mit jedem Drucker. Funktioniert die Einbelichtung denn zuverlässig bei einem Drucker immer und bei einem anderen Gerät nicht?

      Ansonsten könnten Sie es noch einmal nach der Anleitung im Handbuch versuchen. Den entsprechenden Teil finden Sie auf Seite 136.
      http://www3.canon.de/images/pro/fot/slr/geh/file/EOS1000D_IM_deu.pdf

      Beste Grüße,
      Stefan Möllenhoff, CNET.de

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