Das Angebot an Flashspeicher-basierten Camcordern reicht von Geräten mit sehr niedriger Auflösung bis zu erstklassigen hochauflösenden Modellen, etwa Canons HF10. Canons Produktlinie kartenbasierter SD-Camcorder, der FS11, FS10 und FS100, zeigt jedoch genau dort Schwächen, wo sie zu erwarten sind. Zu günstigen Preisen von weniger als 400 Euro treten sie klein und schick auf und bieten viele Funktionen. Doch leider liegt der wahre Einsteigeraspekt dieser Modelle in der Videoqualität.

Die einzelnen Modelle dieser Reihe unterscheiden sich nur durch ihre Speicherkapazität und die Farbe. Der Preis steigt dabei in Schritten von 50 Euro. Das teuerste Modell, der FS11 für etwa 400 Euro, ist dunkelgrau und hat eine integrierte Speicherkapazität von 16 GByte. Sein kleinerer Zwillingsbruder, der FS10 für 350 Euro, trägt Silber und bietet 8 GByte. Die günstigste Version, der FS100 für 300 Euro, bringt keinen integrierten Speicher mit. Dafür gibt es ihn in den Farben Silber, Blau und Rot. Die Kapazitäten reichen von 13,8 Minuten pro Gigabyte Speicher bei höchster Qualität bis zu 39 Minuten je Gigabyte bei niedrigster Auflösung. Es ist jedoch nicht empfehlenswert, Videos mit einer geringeren als der maximalen Aufnahmequalität aufzuzeichnen.

Design

Der FS10 wiegt nur 300 Gramm und passt bequem in die Hand, was durchaus für das Design spricht. Wie es sich allmählich bei SD-basierten Modellen durchsetzt, lässt sich mittels eines Rändelrads auf der Rückseite des Camcorders zwischen den Video- und Standbild-, Aufnahme- und Wiedergabemodi wählen. Zoom-Schalter, Fotoauslöser und Ein-Aus-Schalter bedient der Zeigefinger. Das Akku- und SD-Kartenfach liegt unter einem Schiebedeckel auf der Unterseite der Kamera. Zu den cooleren Aspekten zählen eine LED-Videoleuchte und eine eingebaute elektronische Objektivabdeckung. So etwas gibt es zu diesem Preis für gewöhnlich nur in manueller Ausführung.

Hinter dem LCD befindet sich eine Easy-Taste für den Vollautomatik-Modus sowie eine Anzeige des Akkustatus. Sie informiert über die verbleibende Aufnahmezeit. Darüber hinaus gibt es einen Standard-Mini-USB-Port, einen 3,5-Millimeter-Mikrofonanschluss sowie einen AV-Ausgang. Darüber kann der Camcorder mittels des beiliegenden Composite-Kabels an einen Fernseher angeschlossen werden.

Wie es in letzter Zeit für Canon-Geräte typisch ist, lässt sich ein Joystick auf dem LCD dazu verwenden, einige Einstellungen per Schnellzugriff aufzurufen. Darunter finden sich der Auslöser der Videoleuchte, die Belichtungskorrektur, die Belichtungszeit und der manuelle Fokus. Der Fokusbereich wird im manuellen Modus nicht vergrößert. Trotz des etwas kleinen 69-Millimeter-Displays (2,7 Zoll) funktioniert alles recht ordentlich.

Der Joystick dient auch der Navigation in den Menüs. Diese lassen sich mit einer Membrantaste an der Kante des LCDs aufrufen. Weitere Membrantasten sind für die Wiedergabe, Aufnahmestart und -stopp sowie die Gegenlichtkompensation zuständig. Für einen Camcorder in dieser Preisklasse ist es recht ungewöhnlich, dass er neben einer Programmautomatik und einer Reihe von Szenenmodi auch eine Blendenautomatik bietet.

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