Seit der Präsentation von Logitechs überzeugendem Musikstreamer Squeezebox Duet ist die Spannung kontinuierlich gestiegen, was das nächste Glanzstück der Squeezebox-Serie sein wird. Die Squeezebox Boom basiert auch tatsächlich auf der Duet-Box. Zusätzlich bringt sie jedoch zwei eingebaute Lautsprecher mit. Und sie verfügt gleichermaßen über ein mit Funktionen voll gepacktes Innenleben. Sie ist wohl die aufregendste Streaming-Box des Jahres. Für etwa 280 Euro kann man sie jetzt kaufen.

Design

Die gewichtige und schön verarbeitete Squeezebox Boom steckt in einer schicken Verpackung. Ihr Gehäuse besteht aus glänzendem schwarzen Kunststoff. Softtouch-Bedienelemente, Weckertasten auf der Oberseite und eine hervorragende Punktmatrix-Anzeige zieren das Äußere.

Das Zwei-Wege-Audio-System verfügt über Seidenkuppel-Hochtöner und Gewebe-Tieftöner. Sie sitzen zu beiden Seiten des mittleren Bedienfeldes hinter fest verbauten Metallgittern. Zwischen den Lautsprechern befindet sich eine Auswahl verschiedener Tasten. Die meiste Navigationsarbeit läuft jedoch über den großen Drehknopf in der Mitte. Er dient auch dazu, durch Drücken einzelne Menüoptionen auszuwählen.

Was die Anschlussmöglichkeiten angeht, verstecken sich zwei WLAN-Antennen innen im Gerät. Auf der Rückseite gibt es einen Ethernet-Port zusammen mit einer 3,5-Millimeter-Line-in-Buchse, einem ebensolchen kombinierten Subwoofer-Kopfhörerausgang und dem Anschluss der Stromversorgung. Etwas ärgerlich finden wir, dass der Kopfhörerausgang so versteckt liegt. Um Kopfhörer anzuschließen, muss das Gerät angehoben und umgedreht werden. Diese Buchse wäre wirklich besser auf der Vorderseite angebracht.

Funktionsumfang

Alle Funktionen der Squeezebox Boom lassen sich sowohl mit PC, Mac oder Linux-Rechnern, über die das Gerät an das Heimnetzwerk angeschlossen wird, problemlos nutzen. Die Squeezebox kooperiert mit kompatiblen NAS-Geräten. Sie arbeitet auch mit persönlichen Last.fm-Konten zusammen und ermöglicht somit benutzerspezifisches Radiostreaming und Scrobbling. Sie empfängt Podcasts aus dem Internet und läuft mit einer Reihe anderer Online-Dienste und Internetradio-Anbieter. Sogar die gigantische Live-Musik-Sammlung, die über die Website von Archive.org zugänglich ist, steht bei Bedarf kostenlos zur Verfügung.

Doch der Spaß geht richtig los, sobald die mitgelieferte Software Squeeze-Center auf dem Computer installiert ist. Diese verwaltet sämtliche Medien, die die Squeezebox Boom vom PC beziehen kann. Sie wird einfach im Webbrowser ausgeführt und ist sehr leicht zu benutzen. Die Software erkennt alle Ordner, in denen Musik abgespeichert ist. Sie kann auch die iTunes-Bibliothek und -Abspiellisten überwachen sowie anderen Systemen zugänglich machen. Dabei greift sie nur mit Lesezugriff auf die Musikdateien zu, schreibt also keine Abspielzahlen oder Bewertungen in die Bibliothek.

Auch die RSS-Feeds seiner Lieblingspodcasts kann der Nutzer ins Squeeze-Center übernehmen. Dazu fügt er schlicht deren URL in das entsprechende Feld ein. Alle Serien und ihre Episoden lassen sich sofort mit der Boom-Box durchsuchen. Das ist wirklich äußerst einfach. Innerhalb von Minuten streamen beispielsweise die CNET-Crave-Podcasts im MP3-Format und Leo Laportes TWiT im AAC-Format auf die Squeezebox.

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