Als das Nokia N95 auf den Markt kam, sorgte es für Furore. Es vereinte nahezu alle Funktionen und Gimmicks, die es überhaupt für Handys gab – und passte trotzdem noch in die Hosentasche. Seitdem sind allerdings etliche weitere Smartphones unterwegs, die über GPS, WLAN, HSDPA, Kamera, Bluetooth und so weiter verfügen – etwa iPhone 3G und T-Mobile G1. Das N96 profitiert von diversen Tuning- und Verbesserungsmaßnahmen – so verspricht beispielsweise eine bessere Videowiedergabe. Aber reicht das aus, um Besitzer des N95 zum Wechseln zu bewegen?

Stärken

Im Vergleich zu seinem Vorgänger hat sich optisch nicht viel getan. Wie gehabt sitzt die Elektronik in einem eher klobigen Gehäuse – das jetzt allerdings, im Gegensatz zu dem des N95, statt mattschwarz hochglänzend ist. Zumindest auf den ersten Blick sieht das stylischer und moderner aus.

Den Doppelslider-Mechanismus hat der Hersteller ebenfalls verbessert. Er arbeitet jetzt leichtgängiger als beim Vorgänger, macht aber gleichzeitig einen stabileren Eindruck. Wer den Bildschirm nach oben schiebt, erhält Zugriff auf die Standard-Nummerntastatur – das kennen wir schon. Schiebt man das Display nach unten, tauchen vier Steuerungstasten für die Medienwiedergabe auf: Play, Stop, Vorwärts, Rückwärts.

Nokia hat sich viel Mühe gegeben, was den Videopart des N96 angeht. Man hat eine DVB-H-Unterstützung integriert (mehr dazu später) – und die dafür nötige Videobeschleunigung. Letztere verbessert das Dekodieren von Videoformaten wie H.264 und weiteren Codecs, die für Handy-Videos zum Einsatz kommen.

Standfuß Nokia N96

Auf der Rückseite des N96 ist ein Standfuß angebracht, der das Betrachten von Videos angenehmer machen soll. Oben befindet sich eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse zum Anschluss eines Kopfhörers.

Was das bedeutet, fällt beim Betrachten von Clips auf Anhieb auf – egal, ob es sich um den vorinstallierten Filmklassiker „Matrix“ handelt oder um Streaming-Video aus dem Internet. Die Bilder sehen auf dem scharfen Display des N96 hervorragend aus und laufen komplett ruckelfrei sowie ohne störende Artefakte. Der im Rücken integrierte Standfuß macht aus dem Smartphone gar ein tragbares Kino – denn so kann man das Handy im Zug oder Flugzeug vor sich abstellen, während man seine Lieblingsserie oder ein paar Musikvideos sieht.

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