MSI hat mit dem MSI Wind U100 vor einigen Monaten seinen Netbook-Einstand gegeben. Ein echter Schwachpunkt ist lediglich der mit 2200 mAh zu leistungsschwache Akku. Die Neuauflage beseitigt diesen Makel und bringt weitere interessante Features mit.

Der Hersteller macht durch den Verzicht auf einen Namenswechsel deutlich, dass das Gerät lediglich ein Update darstellt. Auch das neue U100 bietet die vom Vorgänger bekannte typische Netbook-Ausstattung: Intel Atom mit 1,6 GHz, 1 GByte RAM und Chipsatzgrafik. Auch das matte 10,2-Zoll-Display mit 1024 mal 600 Pixeln Auflösung kommt wieder zum Einsatz.

Ausstattung

Einige Komponenten hat der Hersteller ausgewechselt: Die Festplatte fasst statt 80 jetzt 160 GByte, die Kapazität des Akkus wurde von 2200 auf 4400 mAh verdoppelt. Das WLAN-Modul unterstützt beim neuen Modell auch 802.11n Draft. Ein Bluetooth-Modul ist an Bord – das kennen wir auch vom Vorgänger.

MSI bietet das Netbook ist in Weiß, Pink und Schwarz an. Das weiße Kunststoffgehäuse des Testgeräts hat dem vom Eee PC und vom Vorgänger bekannten Glitzereffekt. An der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen. Die Abmessungen haben sich kaum geändert, nur der auch physisch größere Akku steht am Boden um einen knappen Zentimeter über und sorgt für eine gewisse Hecklastigkeit.

Das zusätzliche Gewicht, hauptsächlich verursacht durch den Akku, verstärkt die vom Vorgänger bekannte Kippneigung. Was auf dem Tisch noch tolerierbar ist, wird beim Einsatz auf dem Schoß zu einem echten Problem: Man kann das Display nur im 90-Grad-Winkel aufklappen, damit nicht das gesamte Netbook auf die Display-Rückseite fällt. Aus ergonomischen Gründen ist das nur schwer akzeptabel. Darüber hinaus ist uns das Schanier ein wenig zu weich eingestellt: Nach jedem Verstellvorgang schwingt der Monitor kurz nach.

Die Tastatur hinterlässt einen soliden Eindruck und hat einen angenehmen Druckpunkt. Trotz der geringen Grundfläche des Geräts sind die Tasten für ein Netbook recht groß, aber dennoch deutlich kleiner als bei einem vollwertigen Notebook. Das Tippen mit zehn Fingern erfordert daher einige Übung.

Auch das im Vergleich zum Vorgänger unveränderte Touchpad gibt Anlass zur Kritik: Es ist ein wenig zu klein, wodurch die Steuerung des Mauszeigers manchmal etwas schwerer fällt als gewohnt. Auch die schmale Maustaste, die je nach Druckpunkt links oder rechts auslöst, kannn nicht ganz überzeugen.

Leistung

Die Performance des U100 liegt auf dem Niveau anderer Netbooks wie Acer Aspire One oder Eee PC 901 – schließlich kommt ähnliche Hardware zum Einsatz. Für Surfen, Mailen und andere Internet-Anwendungen bietet ein solches Gerät genügend Leistung. Das Rendern von Websites im Browser dauert aber ein wenig länger, als man das von leistungsfähigeren Geräten kennt. Das vorinstallierte XP läuft flüssig. Der Bootvorgang geht mit 35 Sekunden bis zum Log-in gar schneller vonstatten als bei den meisten, deutlich leistungsfähigeren Notebooks mit Windows Vista.

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