BenQ hat vor Kurzem sein neues Windows-Mobile-Smartphone E72 herausgebracht. Auf den ersten Blick wirkt das Gerät auch durchaus interessant. Denn immerhin ist es BenQ gelungen, auf einem immer dichter gedrängten Markt neue Akzente zu setzen.

Design

Das E72 sieht mehr wie ein gewöhnliches Privatanwender-Handy denn wie ein Business-Smartphone aus. Mit seinem schmalen Schokoriegelformat und dem Standard-Handytastenfeld ähnelt es typischen Windows-Mobile-Smartphones kaum. Die schwarz-rote Hülle fällt allerdings angenehm auf. Und das gilt auch für die verspiegelte Displayoberfläche. Manchen Geschäftsleuten mag es etwas zu unseriös aussehen. Andere wiederum werden gerade das ausgefallene Äußere zu schätzen wissen.

Mit einer Länge von nur 10,8 Zentimetern und gerade einmal 90 Gramm Gewicht fällt das Smartphone sehr kompakt aus. Es passt wirklich in jede Hosentasche. Leider ist das 240 mal 320 Pixel umfassende Display mit lediglich 50 Millimetern (2 Zoll) Diagonale ebenfalls ziemlich klein geraten. Wer mit diesem Gerät häufiger im Internet surfen will, wird sich mit dem zierlichen Bildschirm wohl kaum anfreunden können.

Das Tastenfeld unterhalb des Displays wirkt hingegen gelungen. Es ist durchaus angenehm zu bedienen. Die Nummerntasten haben am unteren Rand jeweils eine kleine Erhöhung. Das macht sie griffig und gut geeignet zum schnellen und einfachen Eingeben von Textnachrichten. Das rechteckige Navigationspad hebt sich ebenfalls etwas von der Umgebung ab. Dadurch finden es die Finger mühelos. Links und rechts davon liegen die Tasten für den Verbindungsaufbau und -abbruch. Die „Windows Mobile Home“-Taste sowie die Rücktaste sind in einen roten Streifen eingebettet, der sie klar vom Ziffernfeld absetzt.

Ein ähnlicher roter Streifen verläuft entlang der schmalen Ränder. In ihm verbergen sich ebenfalls einige Tasten und Anschlussmöglichkeiten. Auf der rechten Seite sitzt ein Mini-USB-Port. Er sorgt für die Stromversorgung und die Verbindung zum Rechner. Das Testgerät bringt leider keine Ohrhörer mit. Doch man kann davon ausgehen, dass auch diese über den Mini-USB-Port angeschlossen werden – denn es gibt schlichtweg keine anderen Anschlussmöglichkeiten an diesem Gerät. Ebenfalls rechts befindet sich ein Lautstärkeregler.

Auf der linken Seite liegen zwei Funktionstasten. Die eine öffnet das Messaging-Programm von Windows Mobile. Es gewährt Zugriff auf SMS-, MMS- und E-Mail-Funktionen. Die andere Taste schaltet bei nur kurzer Betätigung die Diktierfunktion ein. Wird sie länger gedrückt, aktiviert das die Sprachsteuerung.

Bei der Diktierfunktion handelt es sich eigentlich um ein Programm eines Drittanbieters, VITO AudioNotes. Damit lassen sich Aufzeichnungen im MP3- oder WAV-Format entweder in mittlerer, niedriger oder hoher Qualität erstellen. Das bedeutet auch, das der Benutzer an bereits vorhandene Aufnahmen zusätzliches Audiomaterial anhängen oder aber Aufnahmen als E-Mail-Anhang versenden kann. Dadurch erspart das E72 seinem Anwender das Abtippen längerer Nachrichten. Stattdessen verschickt er diese sofort als Audiodatei. Das funktioniert so ähnlich wie bei HPs Voice-Messenger 514.

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