Im Online-Handel ist der Panasonic HDC-HS100 schon für etwas unter 1000 Euro erhältlich. Für ein mit so vielen Funktionen versehenes, leistungsstarkes Gerät ist das nicht besonders teuer. Außerdem handelt es sich um ein Modell mit drei CMOS-Sensoren (3MOS).

Design

Der HS100 weist die übliche zylindrische Bauform auf. Auf der rechten Seite gibt es einen klobigen Griff, der an den von Modellen mit DVD-Aufzeichnung erinnert. Obwohl der Griff angenehm in der Hand liegt, fühlt sich die Auflagefläche für die Fingerspitzen ein wenig zu glatt an. Hier könnte man den Halt noch verbessern.

Der 69 Millimeter (2,7 Zoll) große 16:9-LCD-Bildschirm lässt sich ausklappen und für Selbstporträts herumdrehen. Er bietet eine beeindruckende Auflösung von 300.252 Bildpunkten. Beim Schließen des Displays geht die Kamera in Stand-by-Betrieb. Umgekehrt ist sie sofort wieder einsatzbereit, wenn der Bildschirm aufgeklappt wird. Zwischen der LCD-Anzeige und dem elektronischen Bildsucher kann der Benutzer ganz einfach umschalten. Bei der Fokussierung im elektronischen Bildsucher hilft dann ein Diopter.

Die Bedienelemente sind leicht verständlich. Es gibt spezielle Tasten für den intelligenten Auto-Modus (iA), die Pre-Record-Funktion samt Menü sowie für die Bildstabilisierung und das Kopieren von der Festplatte auf die im Bildschirmfach verborgene Speicherkarte. Hinzu kommt ein flacher Vier-Wege-Joystick zur Navigation in den Menüs. Er verfügt über genügend Hub, fühlt sich aber ein wenig flach und wacklig an.

Die Anschlüsse sind auf Bildschirm- und Batteriefach verteilt. Ein Schiebedeckel im Bildschirmfach verbirgt die Komponent- und AV/Audio-Anschlüsse. Eine weitere kleine Klappe gibt die SD- und SDHC-Kartensteckplätze frei. Die HDMI- und USB-Ports sind unter der Batterie zu finden. Um Aufnahmen zu übertragen und anzusehen, muss deshalb erst die Batterie herausgenommen und die Kamera an eine Steckdose angeschlossen werden. Das soll verhindern, dass die Batterie mitten in der Übertragung den Geist aufgibt. Es erscheint aber auch sehr umständlich. Denn somit lassen sich Videos nur zu Hause, wo alle erforderlichen Kabel zur Hand sind, übertragen und anschauen. Unterwegs geht da kaum etwas.

Der 12-fache optische Zoom wird mit dem Zeigefinger der rechten Hand über einen Kippschalter bedient. Alternativ kann ihn der Nutzer mit der linken Hand durch Drehen des manuellen Einstellrings am Leica-Dicomar-Objektiv steuern. Eine Taste an der Vorderseite schaltet den Objektivring auf manuelle Fokussierung um. Dabei erscheint die Mitte des Bildausschnitts zur Feineinstellung vergrößert auf dem Bildschirm. Praktischerweise lässt sich mit dem Ring auch durch ein kurzes Aufnahmemenü scrollen. Hier gibt es dann Einstellungen zu verschiedenen Funktionen, etwa der Verschlussgeschwindigkeit.

Einziger Kritikpunkt am Objektivring ist der Umstand, dass er zum Teil durch die Lampe blockiert wird. Beim Einstellen mit Daumen und Zeigefinger lässt er sich nicht beliebig weit drehen. Für ein weiteres Problem sorgt der angebundene Deckel des Zubehörschuhs. Er hängt ein wenig sperrig im Weg. Möglicherweise stört das bei manchen Zubehörteilen.

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