Wer auf die Gerüchteküche gehört hat, wusst schon vor der Vorstellung der neuen MacBooks ungefähr Bescheid. Zwar hat Apple doch kein Tablet-MacBook vorgestellt, dafür gab es zwei neue MacBooks, zwei neue MacBook-Air-Modelle sowie zwei überarbeitet Modelle des MacBook Pro. Die neuen Profi-Varianten des Herstellers sind leistungsstärker, stabiler und effizienter als alle bisherigen Apple-Geräte. Das verspricht zumindest der Hersteller. CNET.de hat das schnellste neue MacBook Pro, das MB134LL/A mit 2,53 GHz, getestet und geprüft, ob der Konzern sein Versprechen hält.

Design

Das Gehäuse der neuen MacBook-Pro-Modelle fertigt Apple aus einem einzigen Stück Aluminium. Der Hersteller reduziert dadurch die Anzahl der Bauteile und die damit verbundene Zahl an möglichen Fehlerursachen. Ein weiterer Vorteil der neuen Herstellungstechnik liegt in der höheren Stabilität. Die neuen MacBook-Pro-Modelle sind im Vergleich zu den Vorgängermodellen etwas dünner geworden, bringen aber mit 2,45 Kilogramm genauso viel Gewicht auf die Waage. Der Einstieg in die 15-Zoll-Geräteklasse kostet den Anwender knapp 1800 Euro. Das besser ausgestattete Spitzenmodell schlägt mit 2249 zu Buche. Sämtliche Geräte stehen ab sofort im Apple Store zur Verfügung.

Anders als beim neuen MacBook, das sich aufgrund der Alu-Bauweise und der damit verbundenen höheren Wertigkeit erheblich von seinem Vorgängermodell unterscheidet, sehen die neuen MacBook-Pro-Varianten auf den ersten Blick wie die bisherigen Modelle aus. Apple fertigt sie schon seit einigen Jahren aus Alu.

Erst beim Öffnen des Displaydeckels stoßen Anwender auf den ersten nennenswerten Unterschied. Mussten sie bisher für das Aufklappen einen Schalter betätigen, öffnet sich das MacBook Pro nun durch einfaches Anheben des durch eine magnetische Vorrichtung geschlossenen Displays. Anschließend fällt auf, dass die Tasten des Keyboards nicht mehr in Alugrau, sondern in Schwarz mit weißer Aufschrift gehalten sind. Gleich geblieben ist die Hintergrundbeleuchtung der Tastatur, die sich in dunklen Umgebungen aktiviert. Allerdings gibt es zwischen den einzelnen Tasten und dem Gehäuse einen kleinen Spalt, sodass das Licht aus dieser Öffnung bei schrägem Blickwinkel stärker erscheint als die Tastenbeleuchtung. Die Umsetzung der Hintergrundbeleuchtung erfüllt zwar nach wie vor ihren Zweck, ist aber bei den bisherigen MacBook-Pro-Modellen etwas besser gelöst.

Neu ist auch das Trackpad, dessen Oberfläche jetzt aus Glas besteht und um 39 Prozent größer ausfällt. Die Steuerung funktioniert wie beim Vorgänger per Gesten. Allerdings erkennt das Trackpad nun gleichzeitig bis zu vier Finger. Das Verkleinern oder Vergrößern der Ansicht läuft wie gewohnt durch Zusammen- oder Auseinanderziehen der Finger. Zusätzlich gibt es nun eine neue Geste, die durch ein nach oben gerichtetes Wischen mit vier Fingern die Anwendung Exposé startet.

Unten am Trackpad bringt Apple keine Tasten an – die gesamte Fläche dient als Knopf. Anwender drücken das Pad richtig nach unten, bis es etwas nachgibt und eine Membrane unterhalb des Pads die Bewegung registriert. Am Anfang fühlt sich das ein bisschen komisch an, geht aber schnell in Fleisch und Blut über. Zudem muss der Daumen nicht ständig über der Maustaste schweben. Das soll dazu beitragen, die Wahrscheinlichkeit von Sekretärinnenkrankheiten oder eines lahmen Mausarmes zu reduzieren. Rechts klicken Anwender, indem sie mit zwei Fingern auf das Trackpad drücken. Falls jemand damit nicht zurechtkommt, besitzt das Trackpad auch noch programmierbare Zonen: Dann löst ein Druck auf eine bestimmten Trackpad-Bereich einen Rechtsklick aus. Das Drücken des Trackpads verursacht allerdings ein relativ lautes Klick-Geräusch, was in einem Büro mit mehreren Arbeitsplätzen schnell nervig werden kann. Allerdings können Geplagte das Trackpad in den Systemeinstellungen so konfigurieren, dass bereits ein Antippen einen Klick auslöst.

Die Schnittstellen befinden sich auf der linken Seite. Von hinten nach vorne sind dies die bekannte MagSafe-Buchse mit Magnetkupplung für die Stromversorgung, eine RJ45-Buchse für das Netzwerkkabel, eine Firewire-Schnittstelle, zwei USB-Anschlüsse, ein Mini-Display-Port-Videoausgang, Audio-Ein- und -Ausgang sowie eine Befestigungsmöglichkeit für ein Kensington-Schloss. Direkt bringt Apple die Akku-Ladeanzeige an, die sich bei den Vorgängervarianten noch an der Unterseite befand. Apropos Unterseite: Der Zugang zum Akku und der Festplatte ist durch einen abnehmbare Aludeckel versperrt, den Käufer durch einen einfachen Klappverschluss entriegeln. Anschließend nehmen sie den Akku einfach heraus. Für das Ausbauen der Festplatte ist das Lösen einer Schraube von Nöten.

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