Geotagging: Fotos mit Ortskenntnissen

Fotos mit Geotags wissen, wo sie aufgenommen wurden. In den EXIF-Daten, das sind nicht sichtbare Zusatzinformationen, vermerken mit GPS-Empfänger ausgestattete Kameras die Koordinaten zum Zeitpunkt der Aufnahme. Doch auch Handys, Webseiten und Navigationssysteme können mit diesen Angaben umgehen – und führen den Fotografen jederzeit wieder zurück.

Wer von seiner sechswöchigen Asien-Reise zurückkehrt, kann seinen Nachbarn, Freunden, Verwandten und Bekannten eine Sammlung mit tausenden Fotos präsentieren – egal ob mit oder gegen deren Willen, denn so etwas muss man ja gesehen haben. Klar, dass es auch zu jedem einzelnen Bild etwas zu erzählen gibt, wo man es aufgenommen hat beispielsweise, wer da hinten links noch steht oder warum die Verbotene Stadt so verboten ist.

Kommt hingegen einer dieser Freunde ein Jahr später wieder vorbei, um sich auf seinen Urlaub im fernen Osten vorzubereiten und sich Tipps zu holen, sind die Fotos zwar noch vorhanden. Doch mit den Zusatzinfos wird es mau. Dieser wunderschöne See oder Wasserfall, diese extreme Achterbahn oder das verträumte Fischerdorf – wo waren die denn gleich?

In dieser Situation wären Geotags Gold wert. Das sind Zusatzinformationen in der Bilddatei, abgelegt in den sogenannten EXIF-Daten. Je nach eingesetzter Kamera sind die ohnehin vorhanden und verraten Details wie Aufnahmezeitpunkt, Kamera, Blitz, Blende, Linse und so weiter. Was in dieser Liste fehlt, sind die GPS-Koordinaten – die theoretisch auch ihren Platz finden in der Bilddatei, in der Praxis mangels GPS-Chip in den Kameras allerdings häufig fehlen.

Wo kommen Geotags her?

Die Antwort ist simpel: aus der Kamera natürlich. Ist sie mit einem Satellitenempfänger versehen, kennt sie ihre Position und hinterlegt die Koordinaten direkt in der Bilddatei. Einfacher und besser geht es nicht.

In der Praxis sind Kameras mit integriertem GPS allerdings nur selten zu finden. Da gibt es beispielsweise die Nikon Coolpix P6000 – eine knapp 500 Euro teure Kompaktkamera im Profi-Segment, die Fotos mit einer Auflösung von gigantischen 13,5 Megapixeln aufnimmt. Darüber hinaus verfügt sie über einen optischen Vierfachzoom.

Ansonsten hätte Ricoh mit seiner Caplio 500SE noch eine kompakte Outdoor-Kamera im Programm, die zumindest über Bluetooth verfügt. Ein GPS-Empfänger mit Kurzstreckenfunk lässt sich daran problemlos anbinen – dann speichert auch die Caplio GPS-Koordinaten in den EXIF-Daten ab. Bluetooth-GPS-Empfänger kommen ansonsten als Zubehör von PDA- oder Mobilfunknavis zum Einsatz und sind bereits für etwa 30 Euro zu haben.

Nikon Coolpix P6000
Nikons Coolpix P6000 hat einen GPS-Empfänger integriert und versieht Fotos auf Wunsch direkt mit GPS-Koordinaten (Foto: Nikon).

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Geotagging: Fotos mit Ortskenntnissen

  • Am 5. November 2008 um 16:48 von gps-kamera.eu

    Spezielle Foto-GPS für Nikon
    Hallo,

    danke für den Interessanten Bericht. Anzumerken wäre, dass bei diversen Nikon DSLR-Kameras nicht nur über das MC-35 ein GPS angeschlossen werden kann. Es gibt eine Reihe von speziellen Foto-GPS-Geräten die direkt mit der Kamera verbunden werden (z. B.: von Solmeta oder Dawntech). Solmeta hat sogar ein gerät mit integriertem Kompass. Da wird dann gleich noch die Blickrichtung mit abgespeichert.

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