Die Ricoh G600 sieht nach Abenteuer aus. Die Außenseite der Kompaktkamera besteht zum größten Teil aus schwarzem Gummi. Ausnahmen stellen lediglich Display, Linse, Bedienelemente und ein Stück Metall an der Front dar. Die gelben Knöpfe erinnern daran, dass die Kamera auch für den Einsatz in der Industrie und auf Baustellen konzipiert ist. Die Bedienelemente sind groß und übersichtlich angeordnet. Lediglich der Zoom ist etwas unkomfortabel zu steuern, da die Tasten bündig mit der Einfassung abschließen.

Zwei verschließbare Klappen vervollständigen das Design. Hinter der einen verbirgt sich der USB-Anschluss. Die andere schützt Akku und SD-Kartenslot vor Wasser. Ricoh setzt auf Lithium-Ionen-Akkus, die aufgrund ihrer Form aber auch durch zwei AAA-Batterien ersetzbar sind. Auf längeren Touren fernab von Steckdosen ist dies äußerst praktisch. Mit 11,7 mal 6,8 mal 3,2 Zentimetern ist die G600 für eine aktuelle Kompaktkamera relativ groß. Das Gewicht von 307 Gramm bestätigt den soliden Eindruck, den die Knipse macht. Obwohl die G600 nahezu das Doppelte auf die Waage bringt wie gewöhnliche Kompaktkameras, stellt einhändiges Fotografieren kein Problem dar.

Das TFT-Display misst 2,7 Zoll und löst 230.000 Pixel auf. Als einziger Hersteller mit Outdoor-Kameras im Programm stattet Ricoh diese mit einem Zubehörschuh aus. Auch die G600 verfügt über eine solche Vorrichtung. Diese ermöglicht die Verwendung von externen Blitzgeräten oder GPS-Modulen zum Geotagging. Ein 37-Millimeter-Anschluss für Objektive ist ebenfalls vorhanden. Ricoh bietet im Zubehörprogramm beispielsweise einen Weitwinkelkonverter an. Er verringert die Brennweite der Kamera von 28 bis 85 Millimeter auf 22,4 bis 68 Millimeter.

Ausstattung

Wie viel hält sie wirklich aus? Laut Hersteller ist die G600 bis zu einer Tiefe von einem Meter wasserdicht. 30 Minuten lang kann sie tauchen, dann braucht die Kamera eine Pause an Land, während der Schnorchler seine verschrumpelte Haut in der Sonne wärmt. Gegen Sand und Staub ist die Knipse vollständig abgedichtet. Stossfestigkeit nach dem MIL-Standard 810F bedeutet, dass ein Sturz aus 1,22 Metern Höhe der Kamera nichts anhaben kann. Auch bei Temperaturen bis 10 Grad unter dem Gefrierpunkt fühlt sich die Kamera wohl. Die großzügig angeordneten Bedienelemente der Ricoh G600 lassen sich noch mit dünnen Handschuhen treffen.

Fotos nimmt die Knipse mit maximal 3648 mal 2736 Pixeln auf. Ein fünffacher optischer Zoom variiert die Brennweite der Kamera zwischen 28 und 85 Millimetern. Die Videoauflösung beträgt wahlweise 640 mal 480 oder 320 mal 240 Pixel. Hinter dem schlichten Äußeren der Kamera verbergen sich erstaunlich viele Funktionen. Die Belichtungszeit ist manuell auf 1, 2, 4 oder 8 Sekunden einstellbar. Mittels Intervalltimer schießt die G600 in bestimmten Abständen Fotos. Das Anpassen von Bildfarbe und -schärfe ist ebenso möglich. Für vorgenommene Einstellungen hält die Outdoorkamera zwei verschiedene Speicherplätze bereit.

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