Als Pioneer ankündigte, einen Kuro-Fernsehers mit LC-Display zu entwickeln, rief das von einigen Seiten heftige – und nicht gerade positive – Reaktionen hervor. Viele Anwender bemängelten, dass LCDs keine guten Schwarztöne liefern.

Das ist gar nicht so weit hergeholt. In der Tat sind LCDs einfach noch nicht in der Lage, die hervorragenden Schwarzwerte von Plasmafernsehern zu erreichen. Doch da Sharp angeblich Interesse an einer Übernahme von Pioneer hat, war klar, dass der Hersteller früher oder später ein High-End-LCD entwickeln würde.

Und hier ist er nun, der LCD-Kuro. Pioneer hat dasselbe Panel eingebaut, das auch in der LCD-Reihe von Sharp zu Einsatz kommt. Allerdings hat der Hersteller mit Hilfe seines reichlichen Know-hows in Sachen Bildverarbeitung etwas mehr aus dem Display herausgeholt. Neben dem Kuro KRL-32V baut der Pioneer nun auch 37-, 42- und 46-Zoll-Modelle. Ob der rund 1600 Euro teure LCD-TV die hohen Erwartungen erfüllt, haben wir getestet.

Design

Während die Plasma-Fernseher von Pioneer ihren ganz eigenen Stil haben, geht das Design der LCD-Reihe in eine andere Richtung. Statt des üblichen, in Hochglanz-Schwarz lackierten Gehäuses setzt der Hersteller auf eine Hülle in metallischem Grau. Unten verläuft über die gesamte Breite des Fernsehers ein sichtbares Lautsprechergitter. Dadurch wirkt der LCD-Kuro nicht so klassisch wie die Plasma-Modelle, was ihn aber keinesfalls hässlich macht.

Obwohl der Kuro KRL-32V äußerlich nicht viel mit seinen großen Plasma-Brüdern gemein hat, stecken doch immer noch die guten, alten Pioneer-Werte in ihm. So ist die Fernbedienung zwar leichter, trotzdem bietet sie das über die Jahre lieb gewonnene Pioneer-Feeling.

Die wichtigen Anschlüsse platziert der Hersteller auf der Rückseite des Fernsehers. An der Seite finden sich lediglich ein S-Video– und ein Composite-Video-Eingang. Der vorhandene USB-Anschluss ist leider nur für Service-Updates gedacht.

Das hintere Anschluss-Panel beherbergt drei HDMI-1.3a-Anschlüsse für die digitale Bild- und Ton-Einspeisung. Zudem sind ein Component-Video– und ein VGA-Port vorhanden. Außerdem finden Käufer zwei Scart-Eingänge zum Anschließen von älteren Geräten wie Videorekordern.

Ausstattung

Pioneer hat den Kuro KRL-32V nicht gerade mit Spezialfunktionen vollgestopft. Der Hersteller zielt mit seinem LCD-TV eher auf normale Anwender ab, die bestmögliche Bildqualität wollen, aber entweder nicht genügend Geld für einen Plasmafernseher oder einfach keinen Platz für ein 50- oder 60-Zoll-Gerät haben. Natürlich spielt auch die Entscheidung des Unternehmens eine Rolle, die Produktion von HD-Ready-Plasmas mit 42 Zoll einzustellen.

Auch wenn das Gerät nicht so viele technische Spielereien wie ein Samsung-Modell bietet, hat es doch die meisten modernen Bildverarbeitungsfunktionen an Bord. 1080p mit 24 Bildern pro Sekunde ist beispielsweise kein Problem. Der LCD-Kuro wandelt solche Signale automatisch um und sorgt für eine flüssige Darstellung.

Ein eingebauter Lichtsensor kümmert sich während der Wiedergabe um eine optimale Displayhelligkeit. Bei abgedunkeltem Raum regelt der KRL-32V seine Display-Hintergrundbeleuchtung herunter. Daraus ergeben sich zwei Vorteile: Die Schwarztöne wirken satter, und der Stromverbrauch sinkt.

Neueste Kommentare 

Eine Kommentar zu Pioneer KRL-32V: erster Kuro-Fernseher mit LC-Display

  • Am 26. Dezember 2016 um 16:16 von e.zadina

    ich habe vom anfang an tonpropleme mit dem kuro.einmal wurde das gerät vom verkäufer ausgetauscht,bei dem nächsten gerät tauchte das problem nach ablauf der garantie auf.in der folge mit extragarantie von saturn zum genereralvertreter geschickt ergebnis „kein fehler“ transportkosten € 90.-.
    als upc kunde keinerlei hilfe bei koppelung der box mit fb.
    selbsthilfe per internet geglückt.
    heutiges problem die horizon box.lautstärken verlust per hdmi kabel um zimmerlautstärke zu erreichen, den kuro auf 55 von möglichen 60 punkten einstellen.hat jemand eine idee wie das zu beheben ist.

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