Knipsen im Schnee: Outdoor-Kameras im Vergleich

Olympus versorgt Trekkingfans, Pistensäue und Schnorchler seit geraumer Zeit mit Kameras, die widrigen Witterungsbedingungen trotzen. Sand, Staub, Wasser und Stürze? Kein Grund für diese Knipsen, den Dienst zu quittieren. Doch auch Hyundai, Pentax, Ricoh und Rollei stellen outdoortaugliche Kompaktkameras mit über 8 Megapixeln Auflösung her, die etwas mehr aushalten als die gemeine Digicam.

Frischer Pulverschnee, Sonnenschein, und die ersten zwei Glühwein zirkulieren im Blut. Eine kurze Pause auf der Piste, um die Freundin vor dem winterlichen Szenario abzulichten. Doch kaum ist die Kamera aus der wasserdichten Tasche ausgepackt, kommt ein Snowboarder mit Affenzahn einen halben Meter dicht vorbeigerauscht und wirbelt grob zwei Tonnen Schnee auf. Vor Schreck fällt die Knipse auf die Piste – der Skiurlaub ist gelaufen. Jedenfalls, was Erinnerungsfotos angeht. Damit sich das beim nächsten Trip in die Berge nicht wiederholt, haben diverse Kamerahersteller ihr Sortiment um wasserdichte und stoßfeste Modelle erweitert.

Die Palette outdoortauglicher Digicams reicht von Low-Budget-Schnappschusskameras über schicke Modelle, mit denen sich auch beim Après-Ski prahlen lässt, bis hin zu Kameras, die ihren Fokus auf Bildqualität und Ausstattung legen.

Für Schneepflugfahrer

Am unteren Ende der Preisskala finden sich die S800 von Hyundai und die Rollei X-8 Sports. Beide Geräte sind bereits ab rund 150 Euro erhältlich und liefern Bilder mit einer Auflösung von 8 Megapixeln. Sie verfügen über einen dreifachen optischen Zoom, sind bis zu zehn Meter Tiefe wasserfest und überstehen Stürze aus einem Meter Höhe ohne Probleme. Ab minus fünf Grad Celsius aufwärts können die Fotosessions beginnen.

Für Wedler

Preislich etwas darüber liegen die Olympus µ 1050SW und die Optio W60 von Pentax: Ab rund 200 Euro sind sie im Handel verfügbar. Sie sind mit 10-Megapixel-CCD-Sensoren ausgestattet und halten Wassertiefen von drei beziehungsweise vier Metern aus. Bis zu Fallhöhen von 1,5 Metern soll die 1050SW stoßfest sein. Die Pentax-Kamera dagegen bietet keinen besonderen Schutz gegen Stürze.

Die Optio W60 besitzt dafür einen fünffachen optischen Zoom und nimmt als einzige Outdoor-Kamera in unserem Vergleich Videos mit 1280 mal 720 Pixeln auf – allerdings nur mit 15 Bildern pro Sekunde. Vom Design her hat die Olympus-Knipse die Nase vorn: Mit ihrem glatten, metallenen Äußeren zieht sie am Mittagstisch auf der Skihütte neidische Blicke auf sich und ihren Besitzer.

Für Extremskifahrer

Freerider finden in der rund 70 Euro teureren µ 1030SW einen Begleiter, der fast alles überlebt. Stürze aus zwei Metern Höhe und Belastungen von bis zu 100 Kilogramm steckt die Kamera mühelos weg. Das spiegelt sich auch im Aussehen wider: das komplett aus Metall bestehende Gehäuse mit aufgeschraubter, massiver Frontplatte verleiht der 1030SW eine brachiale Optik.


Das massive Auftreten der Olympus µ 1030SW schreit geradezu nach eisigen Gletschern, staubigen Wüsten und Abenteuern unter Wasser.

Auch die Ausstattung kommt nicht zu kurz. Ein 3,6-facher Zoom holt selbst das Gipfelkreuz des Matterhorns an den 10,1 Megapixel auflösenden Sensor heran, und wie die zwei zuletzt genannten Kameras ist sie bis zu minus zehn Grad Celsius frostsicher.

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Knipsen im Schnee: Outdoor-Kameras im Vergleich

  • Am 28. November 2008 um 08:20 von josi

    Pentax Optio W60 ist nicht stoßfest
    Wie kommt der Tester darauf, das die Pentax Optio W60 stoßfest ist? Vermutlich ist diese Info falsch. Bitte prüfen und ggf. im Artikel berichtigen.

  • Am 28. November 2008 um 13:18 von Stefan Möllenhoff

    Korrigiert
    Hallo Josi,

    vielen Dank für den Hinweis. Ich habe den Artikel dementsprechend korrigiert.

    Beste Grüße,
    Stefan Möllenhoff, CNET.de

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