Übersicht: Full-HD-Camcorder mit HDD oder Flash-Speicher für 1080p-Videos im Vergleich

CMOS, CCD, 3MOS, 1080i, 720p, progressiv, interlaced, Bahnhof? Bei der Fülle von HD-Camcordern auf dem Markt ist es nicht leicht, sich für ein Modell zu entscheiden. Insbesondere, weil die Hersteller die wahren Fähigkeiten der Geräte oft hinter für den Laien undurchsichtigen Begriffen verstecken. Wir haben uns alle Camcorder angesehen, die mit Full-HD-Auflösung aufzeichnen.

Wellenrauschen, blau-weiße Brandung, sanft im Wind wiegende Palmen. Sieht auf einem Foto zwar schick aus, aber so richtig neidisch werden Freunde erst, wenn sich die Szenerie auch bewegt. Ganz klar, für den nächsten Urlaub muss ein Camcorder her. Am besten kommt einer mit Full-HD in Haus, damit den Daheimgebliebenen auch wirklich die Augen aus dem Kopf fallen, wenn braungebrannte Mädels im Bikini übers Volleyballfeld toben.

Auflösungen

Die Auflösung gibt die Zahl der Pixel an. Je mehr Bildpunkte, desto mehr Details, desto besser. Wir beschränken uns in diesem Vergleich auf Full-HD-Modelle für den Amateurbereich, die echte 1920 mal 1080 Pixel aufzeichnen und zwischen 300 und 1000 Euro kosten.

Bei den Angaben zu Auflösungen mit nur einer Zahl stellt diese die Bildhöhe dar. 1080i steht in der Regel also für 1920 mal 1080 Pixel. 720p bedeutet, dass der Camcorder in einer Auflösung von 1280 mal 720 Pixeln abspeichert. Allerdings ist hier Vorsicht geboten, manche Hersteller bezeichnen auch die niedrigere Auflösung von 1440 mal 1080 Pixeln mit 1080i. Ab und zu sind die Angaben auch in der Form 1920×1080/50i zu finden. Die letzte Zahl steht hier für die pro Sekunde aufgenommenen Bilder.

Bei den Auflösungen ist zwischen progressiv und interlaced zu unterscheiden. Interlacing ist ein Verfahren, das Telefunken Ende der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts entwickelt hat – also ein Opa in der Technologie. Zeigt ein Fernseher nur 25 Bilder pro Sekunde an, so macht sich ein Bildflimmern bemerkbar – für ein klares Bild sind 50 Frames vonnöten. Die niedrige Bandbreite reichte aber nur für 25 Bilder, also griff man in die Trickkiste und machte aus den Vollbildern Halbbilder. Diese bestehen abwechselnd nur aus den ungeraden beziehungsweise geraden Zeilen. Das menschliche Auge ist zu träge, um diesen Trick wahrzunehmen. Der Fernseher zeigt Inhalte so mit einer Frequenz von 50 Hertz an, das Bild ist deutlich ruhiger. Diese Technik hat sich bis in die aktuelle europäische Fernsehnorm PAL B/G gehalten.

So gibt es auch heute noch Camcorder, die in Halbbildern, und solche, die in Vollbildern aufzeichnen. Die Kennzeichnung erfolgt mit einem „i“ für „interlaced“ beziehungsweise einem „p“ für „progressiv“ hinter der Auflösung, also beispielsweise 1080i oder 720p. Auch wenn die meisten Schnittprogramme aus 50 Halbbildern 25 Vollbilder zusammenfügen können, ist ein Camcorder, der progressiv aufzeichnet, vorzuziehen. Denn so spart man sich einen Schritt bei der Videoverarbeitung, der zwangsläufig Informationen vernichtet und damit Bildqualität kostet.

Bildsensoren

Hinter der Optik sitzt ein Sensor, der das einfallende Licht misst und die Informationen an die Elektronik weiterleitet. Es gibt zwei verschiedene Technologien, CMOS und CCD, wobei der größte Teil der Camcorder mit CMOS-Chips ausgestattet ist.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu Übersicht: Full-HD-Camcorder mit HDD oder Flash-Speicher für 1080p-Videos im Vergleich

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *