Die N-Serie ist die Luxus-Marke in Asus‘ Notebook-Portfolio. Um so mehr verwundert es, dass der Hersteller nun mit dem N10 ein Netbook auf Atom-Basis in diesem Umfeld positioniert. Doch in der Tat ist das N10 eines der interessantesten Geräte, die zum Jahresende 2008 auf den Markt kommen.

Das N10 sucht seine Nische irgendwo zwischen ultraportablen Notebooks und hochwertigen Netbooks. Das fällt auch bei einem Blick in die technischen Daten auf – es setzt auf Komponenten beider Produktkategorien. Um genau zu sein: Es basiert auf der günstigen und energiesparenden, aber wenig leistungsfähigen Intel-Atom-Plattform und bietet zusätzlich eine ordentliche 3D-Grafikkarte, sodass auch gelegentliches Zocken oder das Betrachten von HD-Filmen möglich sein soll. Aber ist dieses Konzept das beste aus zwei Welten oder nur ein schlechter Kompromiss?

Design

Nicht Asus‘ Eee-PC-Abteilung hat hat das N10 entwickelt, sondern die „normale“ Laptop-Abteilung. Das sieht man auf den ersten Blick, denn das N10 sieht mehr nach einem „echten Notebook“ aus als nach einem Eee PC. Das N10 hat ein größeres und schwereres Gehäuse als das größte Asus-Netbook Eee PC 1000H – aber keine Angst, es ist dennoch deutlich kleiner als Konkurrenten wie das MacBook Air von Apple.

Dieses Gerät ist auf jeden Fall ein Hingucker. Es spielt nicht in der gleichen Liga wie sein Design-Bruder S101 des gleichen Herstellers, aber der glänzende Look im Champagner-Farbton mit Kontrasten in Schwarz sorgen für Premium-Gefühle.

Das 10,2 Zoll große Display ist von einem schwarzen Kunststoff-Rahmen eingefasst. Deswegen sieht es kleiner aus, als es eigentlich ist. Immerhin hat der Hersteller da nicht die Lautsprecher versteckt, wie wir es vom ersten Eee PC, dem 700er, kennen. Wir würden uns nicht wundern, wenn Asus hier noch nachlegen würde – mit einer 11-Zoll-Variante des N10 (die dann vielleicht N11 heißt).

Die Tastatur gibt bei dieser Geräteklasse häufig Anlass zu Kritik. Nicht so bei diesem Netbook – die Buchstabentasten sind groß, ordentlich platziert und haben einen guten Druckpunkt – das erleichtert das Tippen im Vergleich zu kleineren Konkurrenten. Auch die Funktionstasten sind sinnvoll angeordnet und gut zu treffen. Lediglich die Shift-Tasten könnten etwas größer sein.

Auch das Touchpad hinterlässt einen ordentlichen Eindruck. Die Maustasten haben einen guten Druckpunkt, und die berührungssensitive Fläche reagiert so, wie wir uns das wünschen. Rechts und unten finden sich abgetrennte Bereiche, die das Scrollen durch Webseiten und Dokumente per Fingergeste erlauben. Multitouch gibt es nicht ab Werk, aber später soll die Möglichkeit hinzukommen, eine Gestensteuerung nachzuladen.

Obwohl das N10 ein verhältnismäßig voluminöses Gehäuse hat, gibt es kein optisches Laufwerk. Stattdessen gibt es einen externen DVD-Brenner, der über einen der drei USB-2.0-Ports des Netbooks angeschlossen wird. Darüber hinaus sind Ausgänge für VGA und HDMI sowie ein 4-in-1-Kartenleser vorhanden, der mit den Formaten MMC, SD, MemoryStick (MS) und MS Pro zurechtkommt. Auf der linken Seite des Gehäuses finden sich zwei Schalter. Einer aktiviert den internen WLAN- und Bluetooth-Funk, der andere die 3D-Grafikkarte.

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