Ein leichtes Notebook mit langer Akkulaufzeit für unterwegs, eine Powermaschine für zu Hause – beide Wünsche lassen sich kaum in einem Gerät vereinen. Insbesondere bei der Grafik muss man Abstriche machen, da schnelle GPUs viel Abwärme erzeugen und damit nicht in ein kompaktes Chassis passen.

Mit demselben Problem haben auch Hybrid-Geräte wie das Sony Z11WN zu kämpfen: Ihre diskrete Grafik ist zwar deutlich schneller als die Chipsatz-Grafik, aus thermischen Gründen müssen die Hersteller aber zu einer Mittelklasse-Lösung greifen, die für wirklich anspruchsvolle Anwendungen zu wenig Leistung bietet.

AMD packt das Problem mit seiner XGP-Technologie (External Graphics Platform) an: Die heiße und stromfressende GPU wird einfach in eine externe Box ausgelagert. Das erste Notebook mit dieser Technik ist das Fujitsu Siemens Amilo Sa 3650 mit Graphic Booster. Wir haben es getestet.

Chassis

Mit dem 3650 setzt der Hersteller das im Frühjahr für alle Consumer-Geräte eingeführte Design fort. Das mattweiße Gehäuse mit silbernem Schriftzug und schwarzen Akzenten um Display und Tastatur setzt sich positiv von vielen anderen Geräten ab. Leider hat Fujitsu Siemens eine Unsitte anderer Hersteller übernommen und die bislang mattschwarzen Flächen mit Klavierlack überzogen. Man sieht wirklich jeden einzelnen Fingerabdruck – was gerade um die Tastatur herum nervt.

An der Verarbeitung des Testgeräts gibt es nicht auszusetzen. Der Deckel und der Bereich über dem rechts platzierten Slot-in-DVD-Brenner geben aber ein wenig zu leicht nach. Gleiches gilt für die ansonsten tadellose Tastatur. Das angeraute Mousepad ermöglicht eine präzise Steuerung und setzt sich fühlbar von den ansonsten glatten Oberflächen ab.

Mit der Amilo-Serie bietet Fujitsu Siemens erschwingliche Consumer-Notebooks – nicht technische Höchstleistungen um jeden Preis. In den Disziplinen Abmessungen (31,8 mal 23,5 mal 4,1 Zentimeter) und Gewicht (2,4 Kilo, mit Netzteil 2,8 Kilo) bietet auch das Sa 3650 daher keine Bestwerte. Es gibt 13,3-Zoll-Notebooks, die nur halb so viel wiegen – leider aber auch doppelt so viel kosten. Die im Vergleich zu einer 15-Zoll-Maschine geringere Größe fällt aber positiv auf.

Der Widescreen löst mit den für 13-Zoll-Notebooks typischen 1280 mal 800 Pixeln auf, zeigt sich aber ein wenig zu blickwinkelabhängig. Fujitsu Siemens hat sich zudem für die umstrittene Hochglanzbeschichtung entschieden, die in hellen Umgebungen Reflexionen verursacht.

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